Bassaricyon lasius

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Bassaricyon lasius
Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Kleinbären (Procyonidae)
Gattung: Makibären (Bassaricyon)
Art: Bassaricyon lasius
Wissenschaftlicher Name
Bassaricyon lasius
Harris, 1932

Bassaricyon lasius ist eine Art der zu den Kleinbären gehörenden Makibären der Gattung Bassaricyon.

Merkmale[Bearbeiten]

Bassaricyon lasius ähnelt den übrigen Makibären, insbesondere dem Buschschwanz-Olingo, als dessen Unterart er beisweilen behandelt wird.[1] Hauptunterscheidungsmerkmal ist das längere und dickere Fell, das auf der Oberseite schwärzlich-grau ist.[2]

Verbreitung und Lebensweise[Bearbeiten]

Vorkommen des Bassaricyon lasius

Die Art ist nur von seinem Erstbeschreibungsort (Terra typica) nahe der Quelle des Rio Estrella im südlichen Cartago in Costa Rica bekannt. Der Fundort liegt in einer Höhe von etwa 1.500 Metern. Es wird angenommen, dass er im Bereich der Cordillera de Talamanca nördlich der Hauptstadt San José verbreitet ist.[3]

Zur Lebensweise von Bassaricyon lasius liegen keine Daten vor, wahrscheinlich entspricht sie der anderer Makibären.

Systematik[Bearbeiten]

Bassaricyon lasius wird als anerkannte Art den Makibären der Gattung Bessaricyon zugeordnet, die aktuell aus fünf Arten besteht.[4] Dabei besteht momentan keine Sicherheit über die tatsächliche Anzahl der Arten und in der Vergangenheit wurden von verschiedenen Wissenschaftlern auch nur zwei oder nur eine Art der Makibären anerkannt.[3] So wird Bassaricyon lasius bisweilen auch als Unterart des Buschschwanz-Olingo betrachtet.[1]

Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund der wenigen verfügbaren Daten nicht in eine Gefährdungsklasse eingestuft (Data deficient) eingeschätzt.[3] Sie ist bislang nur von der Typuslokalität in Costa Rica bekannt. Dabei wurde sie von 1996 bis 2008 als „bedroht“ (Endangered) eingestuft, weitere Forschung zur Taxonomie und Lebensweise wird für eine Einstufung gefordert.[3]

Belege[Bearbeiten]

  1. a b R. Kays: Family Procyonidae (Racoons). In: Don E. Wilson , Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 1: Carnivores. Lynx Edicions, 2009, ISBN 978-84-96553-49-1, (S. 525).
  2. William P. Harris: Four new mammals from Costa Rica. Occasional Papers oft the Museum of Zoology, No. 248, University of Michigan, 1932, S. 3–4 doi:2027.42/56687 (Vorschau)
  3. a b c d Bassaricyon lasius in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011.2. Eingestellt von: K. Helgen, R. Timm, J. Schipper, 2008. Abgerufen am 22. April 2012
  4. Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder (Hrsg): Bassaricyon lasius in Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference (3rd ed).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bassaricyon lasius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Bassaricyon lasius in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011.2. Eingestellt von: K. Helgen, R. Timm, J. Schipper, 2008. Abgerufen am 22. April 2012