Bathonium

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
System Serie Stufe ≈ Alter (mya)
höher höher höher jünger
Jura Oberjura Tithonium 152,1–145
Kimmeridgium 157,3–152,1
Oxfordium 163,5–157,3
Mitteljura Callovium 166,1–163,5
Bathonium 168,3–166,1
Bajocium 170,3–168,3
Aalenium 174,1–170,3
Unterjura Toarcium 182,7–174,1
Pliensbachium 190,8–182,7
Sinemurium 199,3–190,8
Hettangium 201,3–199,3
tiefer tiefer tiefer älter

Das Bathonium (auch verkürzt zu Bathon) ist in der Erdgeschichte die dritte chronostratigraphische Stufe der Mitteljura-Serie im Jura. Es begann geochronologisch vor etwa 168,3 Millionen Jahren und endete vor etwa 166,1 Millionen Jahren und dauerte somit ca. 3 Millionen Jahre. Dem Bathonium geht das Bajocium voraus; es wird vom Callovium gefolgt.

Namensgebung und Geschichte[Bearbeiten]

Die Typlokalität der Stufe liegt in der Nähe der Stadt Bath am Fluss Avon (Somerset, England). Die Bezeichnung Bathonium ist eine latinisierte Version des Stadtnamens. Der Name wurde erstmals 1843 von Jean Baptiste Julien d'Omalius d'Halloy eingeführt und von Alcide Dessalines d´Orbigny 1852 übernommen. Er definierte erstmals den ungefähren Umfang der Stufe[1].

Definition und GSSP[Bearbeiten]

Die untere Grenze der Stufe ist mit dem Ersteinsetzen der Ammoniten-Art Parkinsonia (Gonolkites) convergens definiert. Die Stufe endet mit dem Einsetzen der Ammoniten-Gattung Kepplerites. Ein GSSP (= Typlokalität und Typprofil) wurde bisher noch nicht festgelegt.

Untergliederung des Bathonium[Bearbeiten]

Das Bathonium wird im tethyalen Bereich in folgende Ammoniten-Biozonen unterteilt:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Encyclopédia Universalis

Literatur[Bearbeiten]

  • Jean Baptiste Julien d'Omalius d'Halloy: Précis élémentaire de géologie. 790 S., Bertrand, Paris 1843.
  • Felix Gradstein, Jim Ogg, Jim & Alan Smith: A Geologic timescale. Cambridge University Press 2005, ISBN 9780521786737
  • Hans Murawski & Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 10., neu bearb. u. erw. Aufl., 278, Enke Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-432-84100-0.

Weblinks[Bearbeiten]