Bauernmalerei

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bemalter Schrank von 1825

Die Bauernmalerei ist ein Teil der Volkskunst und umfasst im Wesentlichen die Bemalung von Möbeln (Bauernmöbel), Gebrauchsgegenständen (Klostermalerei) und Häusern (Lüftelmalerei).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Grundlagen

Die Bauernmalerei war in ganz Mitteleuropa verbreitet. Sie hat entsprechend ihrer Verbreitung eine Vielzahl von Stilrichtungen - vor allem die alte naive Malerei, aber auch Renaissance, Barock oder Rokoko. Als Teil der Volkskunst hat das Typische bzw. Tradierte der jeweiligen Kunstprodukte neben dem ästhetischen Ausdruck eine erhebliche eigenständige Bedeutung.

[Bearbeiten] Entwicklung

Die Bauernmalerei als Kunstgattung ist so alt wie das freie Bauertum selbst, das ab dem 16. Jahrhundert Besitz erwirbt und auch den Willen zur Repräsentation von Reichtum.

Möbel waren wohl schon immer bemalt, und die Bauermalerei wurzelt in den Fassungen mittelalterlicher Hochkunst. Es wurden in unterschiedlichen Varianten verschiedene Blumen (Lilien, Rosen, Tulpen und Margeriten, später auch Mohn- und Kornblumen) oder auch Früchte, stilisierte Blattformen, Ornamente, Rocaillen, die jeweils den Stilepochen angepasst wurden, als Motive verwendet. Hinzu treten auch biblische Motive und Figuren.

Im 17. Jahrhundert werden in höfischen und reicheren bürgerlichen Kreisen Möbel mit Furnieren aus exotischeren und teureren Hölzern modern. Der Bauernstand hatte in der Regel weder den Zugang zu solchen Materialien, noch die finanziellen Mittel dieses Material zu bezahlen. Dem wurde durch Bemalung der Möbel durch die Schreiner und Tischler abgeholfen, die derartige Furniere malerisch als Holzimitationsmalerei nachahmten.

Der Stil der Bauernmalerei wird seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verstärkt auch von Hobbymalern, die nicht unbedingt ländlich geprägt sind, aufgegriffen. Die Wirtschaft bietet daher heute Malereisätze für Bauernmalerei, teilweise mit Schablonen für typische Motive an. Oft werden sie auch mit alpenländischen Landschaftsansichten verbunden.

Ein Holztableau an einem Bauernhaus in Estavannens den Almauftrieb darstellend

[Bearbeiten] Bauernmalerei in der Schweiz

Bauernmalerei wird vor allem im schweizerischen Appenzellerland und im Toggenburg als Brauchtum gepflegt. Den Grundstein zu dieser Kunstrichtung legte Conrad Starck, *1765 in Gonten. Die Bilder, die meist landwirtschaftliche Szenen darstellen, werden auf hölzerne Flächen gemalt. Heute sind auch Erzeugnisse der Bauernmalerei aus dem Kanton Bern bekannt.

Bedeutende Vertreter der Bauernmalerei sind:

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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