Betatest

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Der Begriff Betatest bezeichnet den Softwaretest und die Programmfehlersuche eines Software-Produktes, das sich gerade in dem Entwicklungsstadium einer Beta-Version befindet.

Unter Umständen (insbesondere bei proprietären Produkten) wird diese noch unvollständige Software jedoch nur einem ausgewählten Personenkreis zur Verfügung gestellt. Für diese Auswahl gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Interessierte Anwender können sich in öffentlicher Ausschreibung (zum Beispiel im Internet) für einen Beta-Test anmelden.
  • Der Softwarehersteller stellt die Beta-Version einem kleinen selbst erwähltem Personenkreis zur Verfügung.
  • Die Betatester sind ausschließlich Mitarbeiter des Herstellers oder eines extra dafür beauftragten Dienstleisters.

In beiden zuletzt genannten Varianten kann nicht mehr von einem öffentlichen Betatest gesprochen werden. Beta-Tests können für Softwarehersteller auch problematisch sein, da die Kontrolle über die meist unerwünschte Weitergabe von Betaversionen an weitere Personen (Leak) nur schwer möglich ist und so bei einem größeren Kreis potentieller Kunden ein falscher Eindruck von der Software entstehen kann. Proprietäre Produkte werden daher in der Regel keinem öffentlichen Betatest unterworfen.

In der Softwarebranche ist es in den letzten Jahren üblich geworden, Software in einer öffentlichen Betatestphase (kostenlos) an Endkunden herauszugeben, um Stabilität und Fehlerfreiheit möglichst preiswert zu testen. In diesem Zusammenhang findet man häufig den Begriff der Bananenware („reift beim Kunden“). Hierbei wird von Kunden unterstellt, dass ein Produkt, das sie als mangelhaft empfinden, eigentlich noch in der Betaphase sei, obwohl es schon verkauft wird.