Blechabwicklung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Abwicklung eines Blechteils

Als Blechabwicklung oder auch Platine wird der ungebogene Zustand eines Bleches bezeichnet, der für die Herstellung eines Blechprodukts durch Abkanten benötigt wird.

Bei der Gestaltung von Produkten aus Blech wird in der Regel zunächst die gewünschte Form des fertig gekanteten Teils festgelegt und anschließend die dazu erforderliche Abwicklung ermittelt. Hierzu finden in der Praxis 3D-CAD-Systeme, wie z. B. NX (Siemens), HiCAD, SolidWorks, Inventor, CatiaV5, OneSpace Modeling, SolidEdge, Rhinoceros (Software), Form-Z (Software), TouchCAD, Creo Parametric, Alibre Design, Bendex3D Verwendung, die anhand der Fertigteilgeometrie nahezu automatisch die Abwicklung erstellen können.

Für die Ermittlung einer passenden Blechabwicklung ist ein geeignetes Verfahren zur Bestimmung der Biegeverkürzung erforderlich.

Die Darstellende Geometrie bietet auch Verfahren zur Abwicklung von Kegeln und anderen Übergangsstücken, die ebenfalls durch Abkanten oder aber durch Rundwalzen hergestellt werden. In Abb. 3 sieht man die idealisierte Darstellung eines Rund-Eckig-Übergangsstücks. Zur Erstellung einer Blechabwicklung wird das Modell (gedanklich) facettiert (siehe Abb. 4) und kann anschließend abgewickelt werden. Die Abwicklung ist in Abb. 5 zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Laskowski, Max; John, Georg: Praktische Blechabwicklungen. Anleitungen für technische Zeichner, Anreißer, Kessel-, Behälter- und Apparatebauer [...]. Berlin: Huss-Medien, 2008, ISBN 978-3-341-01545-2

Siehe auch[Bearbeiten]