Bombarde (Schiffstyp)

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Modell eines Mörsers an Bord der Foudroyante, einer Bombarde des 18. Jahrhunderts
Bombarden beschießen Fort McHenry während der Schlacht von Baltimore
Modell von 1742 aus dem National Maritime Museum, Greenwich

Bombarden oder Mörserschiffe (engl. bomb vessel, frz. galiote à bombe) waren mit schweren Mörsern (Wurfgeschützen) ausgerüstete Segelschiffe, die dazu dienten, Küstenbefestigungen zu zerstören oder Küstenstädte in Brand zu schießen. Die erste galiote à bombe soll 1682 von Bernard Renau d’Elicagaray entworfen und gebaut worden sein, auf der Basis der niederländischen Galiot. Die ersten Mörserschiffe waren ketschgetakelt, aber ab Mitte des 18. Jahrhunderts setzte sich wegen besserer Handhabbarkeit das Vollschiffsrigg durch.

Als nach den napoleonischen Kriegen die Artillerie weiterentwickelt wurde und nun auch Kanonen effektiv Granaten verschießen konnten, bestand kein militärischer Bedarf mehr an seegehenden Mörserschiffen. Mörserschiffe waren in der Royal Navy meist als Sloops klassifiziert.