4-Pfennig-Münze

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Brüningtaler/Armer Heinrich

Die 4-Pfennig-Münze war eine Münze zu vier Pfennig der Weimarer Republik. Umgangssprachlich wurde diese auch Armer Heinrich oder Brüning-Taler genannt.

Reichskanzler Heinrich Brüning (1930-1932) versuchte die infolge des Schwarzen Freitags miserable deutsche Wirtschaftslage durch einen harten Sparkurs zu retten. Dies bewirkte auf Grund strengster Ausgabenkürzung und somit mangelnder Konsumnachfrage das Gegenteil und zerstörte die marode Volkswirtschaft komplett.

Einer der Versuche, die deutsche Bevölkerung zu erhöhter Sparsamkeit zu bewegen, war die neu eingeführte 4-Pfennig-Münze, die nur 1932 geprägt wurde. Laut gesetzlicher Bestimmung mussten bei jeder Lohnauszahlung 2 Reichsmark in 4-Pfennig-Stücken ausgezahlt werden. Das 4-Pfennig-Nominal war im 18. und 19. Jahrhundert in Deutschland relativ häufig und wurde in mehreren deutschen Ländern bzw. Staaten ausgeprägt (u. a. Preußen, Hessen, Sachsen), zuletzt 1872; es hatte damals allerdings wegen der Einteilung des Groschens in 12 Pfennige eine höhere praktische Bedeutung als 1932 im Dezimalsystem.

Brüning hoffte damit auf ein neues Preisbewusstsein und eine Senkung der Preise durch die Händler. Aufgrund des sinnfälligen und ungewöhnlichen Nominals wurde das Geldstück in der Bevölkerung abgelehnt und als Armer Heinrich verspottet, so dass die Münze bereits zum 1. Oktober 1933 für ungültig erklärt wurde.