Berliner Verkehrsbetriebe

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Der oft als Berliner Verkehrsbetriebe bezeichnete ehemalige DDR-Ligist BSG Berliner Verkehrsbetriebe wird unter VfB/Einheit zu Pankow behandelt.
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
Logo der BVG
Basisinformationen
Unternehmenssitz Berlin
Webpräsenz www.bvg.de
Bezugsjahr 2013[1]
Eigentümer Land Berlin
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Sitz Holzmarktstraße 15 – 17
10179 Berlin
Vorstand Sigrid Evelyn Nikutta (Vorsitzende; Betrieb)
Lothar Zweiniger (Personal)
Henrik Falk (Finanzen)
Verkehrsverbund Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
Mitarbeiter 10.568
Umsatz 700 Mio. Euro
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Straßenbahn 22 Tag- und
09 Nachtlinien
Bus 153 Tag- und
062 Nachtlinien
Sonstige Linien 5 Fähren, davon 2 Saisonfähren
Anzahl Fahrzeuge
Straßenbahnwagen 0361
Omnibusse 1301
Statistik
Fahrgäste 947,3 Mio. (2013)
Haltestellen 173 U-Bahnhöfe
801 Tag- und 415 Nacht-Straßen­bahn­halte­stellen
6468 Bushalte­stellen
Einzugsgebiet fast 1000 km²[2]dep1
Einwohner im
Einzugsgebiet
3,4 Mio.
Länge Liniennetz
U-Bahn-Linien 146,3 km (Tag)dep1
Straßenbahnlinien 299,9 km (Tag)dep1
Buslinien ca. 1675 km (Tag)dep1
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 11
Länge Gleisanlagen 822 km
Weichen 1572

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) – Anstalt des öffentlichen Rechts – sind ein Unternehmen für öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Berlin. Dieser wird in Berlin und teilweise im angrenzenden Umland mit Omnibussen, Straßenbahnen und U-Bahnen durchgeführt. Außerdem betreiben sie einige Fähren auf den Berliner Gewässern. Zwischen 1984 und 1994 betrieb die BVG in West-Berlin die S-Bahn und zwischen 1989 und 1991 die M-Bahn. Zu ihrem Aufgaben gehört die Durchführung von Werbung an, auf und in Verkehrsanlagen und Verkehrsmitteln sowie auf öffentlichem Straßenland (über die Firma Die Draussenwerber) und die Vermietung von Geschäftsräumen in Verkehrsanlagen sowie auf öffentlichem Straßenland (über die Tochter URBANIS GmbH).[3]

Die BVG ist Mitglied im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und VDV.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin im Jahr 1920 gab es auf dem Stadtgebiet verschiedene, voneinander unabhängige, Unternehmen, die öffentlichen Personennahverkehr durchführten. So gab es die 1868 privat gegründete Allgemeine Berliner Omnibus-Actien-Gesellschaft (ABOAG), die 1897, ebenfalls privat, entstandene Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen in Berlin (Hochbahngesellschaft) und einige Straßenbahnunternehmen. Letztere vereinigten sich 1923 zur städtischen Berliner Straßenbahn-Betriebs-GmbH.

Es gab jedoch weder aufeinander abgestimmte Fahrpläne noch Fahrpreise. Dies wurde als ein untragbarer Zustand empfunden, besonders vor dem Hintergrund, dass das Stadtgebiet mit einer Größe von knapp 900 km2 riesig ist. Ernst Reuter, der 1926 das Dezernat für Verkehr und Versorgungsbetriebe im Magistrat übernahm, setzte sich dann dafür ein, diesen Missstand zu beenden. Am 9. März 1927 schlossen die Berliner Straßenbahn-Betriebs-Gesellschaft, die Hochbahngesellschaft und die Allgemeine Berliner Omnibus AG den sogenannten Interessengemeinschafts-Vertrag mit dem am 15. März 1927 der 20-Pfennig- Einheitstarif zwischen den drei Verkehrsmitteln in Kraft trat. Der Tarif erlaubte das einmalige Umsteigen innerhalb eines Verkehrsmittels beziehungsweise zur Straßenbahn oder U-Bahn, ab dem 1. Januar 1928 auch zum Bus.

Es stellte sich jedoch heraus, dass dies noch nicht ausreichend war, um einen fairen Interessenausgleich zwischen den drei Unternehmen herbeizuführen (jeder wirtschaftet weiterhin für sich allein, höhere steuerliche Ausgaben der privaten Bus- und U-Bahn- gegenüber der städtischen Straßenbahn-Gesellschaft; hohes Investitionsvolumen, damit verbunden hohe Steuern auf das Kapital, bei der Hochbahn, jedoch geringer Umsatz). Um diese Probleme unter einem gemeinsamen Dach zu beheben, wurde am 10. Dezember 1928 die Berliner Verkehrs-AktienGesellschaft (BVG) mit 400 Millionen Reichsmark Kapital gegründet.[4]

BVG-Streik 1932; Barrikaden in Schöneberg

Am 1. Januar 1929 nahm die Gesellschaft den Betrieb auf. Der Streik bei der Berliner Verkehrsgesellschaft 1932 gehörte zu den spektakulärsten Arbeitskämpfen in der Endphase der Weimarer Republik.

Am 1. Januar 1938 wurde das Unternehmen unter der Bezeichnung Berliner Verkehrs-Betriebe (BVG) ein Eigenbetrieb der Stadt Berlin. Auf Grund der Teilung Berlins bildete sich am 1. August 1949 eine eigene BVG-Verwaltung im Ostteil der Stadt, die ab 1. Januar 1969 unter der Bezeichnung VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe (BVB) firmierte.

1972 wurde die BVG durch das Lied Mensch Meier (LP Keine Macht für Niemand) der Band Ton Steine Scherben über die Berliner Grenzen hinaus berühmt. Es prangerte die damaligen Fahrpreiserhöhungen an und forderte zum Schwarzfahren auf (Ne, ne, ne, eher brennt die BVG).

Als Folge der deutschen Wiedervereinigung fusionierten BVG (West) und BVB (Ost) am 1. Januar 1992 unter dem Namen Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). 1994 wurde die BVG in eine Anstalt des öffentlichen Rechts umgewandelt.

Am 12. Dezember 2004 führte die BVG ein so genanntes Metronetz ein. Die Metrolinien, die sich wiederum in MetroTram- und MetroBus-Linien aufteilen, verbinden nachfragestarke Bereiche auf dem möglichst kürzesten Weg. Diese Linien verkehren 24 Stunden am Tag, in der Regel werktags zwischen 6 und 21 Uhr mit einem Mindesttakt von 10 Minuten.

Übersicht der BVG-Direktoren[Bearbeiten]

Die BVG wurde seit ihrer Gründung im Jahre 1929 jeweils von bis zu fünf Direktoren geleitet. Die Liste gibt einen unvollständigen Überblick über die Direktoren der BVG (West).[5]

Name von bis
Brolat, FritzFritz Brolat 1929 1931
Lüdtke, ErnstErnst Lüdtke 1929 1933
Majerczik, WilhelmWilhelm Majerczik 1929 1930
Quarg, GotthardGotthard Quarg 1929 1933
Zangemeister, HermannHermann Zangemeister 1929 1933
Bennighoff, WilhelmWilhelm Bennighoff 1933 1938
Thomas, GeorgGeorg Thomas 1933 1934
Reschke, MaxMax Reschke 1934 1937
Lorenz, AlfredAlfred Lorenz 1935 1938
Ulmer, Otto FritzOtto Fritz Ulmer 1937 1945
Mroß, MaxMax Mroß 1939 1945
Fink, FranzFranz Fink 1939 1945
Schneider, WalterWalter Schneider 1945 1963
Kapp, WilhelmWilhelm Kapp 1945 1949 (Zur BVG-Ost)
Struwe, WalterWalter Struwe 1945 1970
Warnke, JohannesJohannes Warnke 1945 1960
Neubecker, FritzFritz Neubecker 1947 1968
Timm, RichardRichard Timm 1952 1958
König, KarlKarl König 1960 1965
Goltz, HeinzHeinz Goltz 1971 1975
Piefke, JoachimJoachim Piefke
„Der Mann mit der Fliege“
1971 1986
Frank, BrunoBruno Frank 1972 1982
von Knoblauch, Hans-ErhardtHans-Erhardt von Knoblauch 1977 1986
Diedrich, WilliWilli Diedrich 1980 1988
Sachße, HarroHarro Sachße 1983 1994
Döpfer, HelmutHelmut Döpfer 1986
Lorenzen, KonradKonrad Lorenzen 1988 1994
vorm Walde, RüdigerRüdiger vorm Walde 1994 2001
Graf von Arnim, AndreasAndreas Graf von Arnim 2002 2005
Sturmowski, AndreasAndreas Sturmowski 2005 2010
Nikutta, Sigrid EvelynSigrid Evelyn Nikutta 2010

Nach dem überraschenden Tod von Andreas Graf von Arnim im Frühjahr 2005 wurde im Herbst desselben Jahres nach längerer Suche Andreas Sturmowski neuer Vorstandsvorsitzender der BVG, dessen Vertrag 2010 nicht verlängert wurde. Der Aufsichtsrat der BVG wählte am 28. Mai 2010 Sigrid Evelyn Nikutta zur Vorstandsvorsitzenden. Sie trat das Amt am 1. Oktober 2010 an.

Trias-Gebäude, Sitz der BVG

Im August 2008 verlegte die BVG ihren Hauptsitz in die neue „BVG-Zentrale“ im Trias-Gebäude in der Nähe des Bahnhofs Jannowitzbrücke. Die bisherigen Standorte an der Potsdamer Straße sowie an der Rosa-Luxemburg-Straße (heutiges Grenander-Haus) wurden weitgehend aufgegeben und für 36 Mio. € veräußert. Der Umzug in den Trias kostete 10 Mio. €, die Monatsmiete im Trias 246.000 €, ab 2014 256.500 € ab 2019 knapp 266.000 €. Hinzu kommen Nebenkosten in Höhe von 95.000 €.[6]. Die Gebäude an den bisherigen Standorten wurden von der 2008 BVG verkauft, die Bus- und U-Bahn-Leitstelle sind dort noch zur Miete bis ca. 2015 untergebracht, die neuen Räumlichkeiten in den Trias Towers sind lediglich angemietet.[7]


Liniennetz[Bearbeiten]

Karte Berliner U-Bahn und S-Bahn
U-Bahn der neuesten Baureihe HK
Niederflur-Straßenbahn (GT6-N ZR 99)
Doppeldeckerbus (Typ MAN Lion’s City DD) auf der Linie 100
BVG-Fährlinie F10 in Alt-Kladow, betrieben durch die Stern und Kreisschiffahrt
BVG-Station Hauptbahnhof (U55), Dudlerpassage: United Buddy Bears - „Hand-in-Hand für Toleranz und Völkerverständigung“, 2010/11

Die Größe des Einzugsgebiets wird von der BVG mit fast 1000 km² angegeben.[2] Die Größe Berlins wird mit 892 km² angegeben, die Zahl der Einwohner mit 3,46 Millionen.[8]

U-Bahn[Bearbeiten]

Hauptartikel: U-Bahn Berlin

Zehn U-Bahn-Linien sind täglich in Betrieb, davon verkehren die Linien U4 und U55 in den beiden Nächten Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag nicht.

Straßenbahn[Bearbeiten]

Hauptartikel: Straßenbahn Berlin

Die BVG betreibt 22 Straßenbahnlinien, davon neun MetroTram-Linien im 24-Stunden-Betrieb, die tagsüber mindestens im 10-Minuten-Takt und nachts mindestens im 30-Minuten-Takt fahren.

Omnibus[Bearbeiten]

Hauptartikel: Busverkehr in Berlin

Die BVG besitzt eine eigene Flotte von Stadtbussen diverser Typen. Dazu zählen neben den weltbekannten Doppeldeckerbussen auch Eindeckerbusse und Schubgelenkbusse. Auf BVG-Linien werden von Subunternehmen auch Klein- und Midibusse eingesetzt.

Tagsüber bietet die BVG 153 Stadtbuslinien, davon 17 Metrobus­linien im 24-Stunden-Betrieb sowie 13 Express-Buslinien an. Dazu kommen 45 Nachtbuslinien.

Fähren[Bearbeiten]

Hauptartikel: Fährverkehr in Berlin

Die BVG bietet über Subunternehmen fünf Fährlinien an, davon zwei nur in der Sommersaison. Vier Linien betreibt die Weiße Flotte GmbH (Stralsund) und eine Linie (F 10) die Stern und Kreisschiffahrt GmbH Berlin.

S-Bahn[Bearbeiten]

Hauptartikel: S-Bahn Berlin

In der Zeit vom 9. Januar 1984 bis zum 31. Dezember 1993 war die BVG Betreiber der S-Bahn-Linien in West-Berlin. Die S-Bahn-Linien im Ostteil der Stadt wurden hingegen von der Deutschen Reichsbahn betrieben. Mit der Zusammenführung von Deutscher Reichs- und -Bundesbahn wurde zum 1. Januar 1994 die S-Bahn Berlin geschaffen, die von der zum selben Zeitpunkt gegründeten Deutsche Bahn AG betrieben wurde. Die Gründung der rechtlich selbstständigen S-Bahn Berlin GmbH erfolgte zum 1. Januar 1995.

O-Bus[Bearbeiten]

Von 1933 bis 1965 existierten in den Bezirken Spandau und Steglitz zwei nicht miteinander verbundene Oberleitungsbus-Systeme mit bis zu drei Linien:


Bei der BVG-Ost gab es bis zu vier Oberleitungsbus-Linien in den Bezirken Mitte, Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Lichtenberg:

Das Obusnetz erreichte mit 45,5 Kilometern Streckenlänge damit seine größte Ausdehnung.

M-Bahn[Bearbeiten]

Hauptartikel: M-Bahn

In den 1980er und frühen 1990er Jahren war die BVG am Bau und Betrieb der Berliner M-Bahn (Magnetbahn) beteiligt. Das Projekt wurde jedoch nach dem Fall der Berliner Mauer aufgegeben. Ein geplanter Wiederaufbau zwischen dem Bahnhof Flughafen Berlin-Schönefeld und dem Flughafengebäude zerschlug sich daraufhin binnen kurzer Zeit.

Informationssysteme[Bearbeiten]

In den drei Unternehmensbereichen U-Bahn, Bus und Straßenbahn der BVG werden unter anderem folgende Systeme eingesetzt:

Ersatzleistungen[Bearbeiten]

Die BVG bietet für ihre Dienstleistungen eine Garantie an:

  • Verschmutzte Kleidung wird auf Kosten der BVG gereinigt, wenn die Ursache von der BVG zu vertreten ist.
  • Fahrtkosten werden erstattet (in Form eines Fahrscheins oder in der Zeit zwischen 23:00 und 5:00 Uhr Taxikosten bis 25,00 Euro), wenn eine Fahrzeitverlängerung von mehr als 20 Minuten gegenüber dem aktuellen Fahrplan auftritt und die Ursache durch die BVG zu vertreten ist.[9]

Sollten Streitigkeiten auftreten, die sich nicht klären lassen, können sich Kunden vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung an die Schlichtungsstelle Nahverkehr Ost wenden.

Seit September 2010 bietet die BVG in Kooperation mit Taxi Berlin einen Taxi-Ersatzverkehr. Dieser soll insbesondere kurzfristig Ausfälle auffangen, bis beispielsweise Ersatzbuslinien eingerichtet werden.

Die Fahrt ist in den von der BVG gerufenen Großraumtaxis mit dem Hinweis „Ersatzverkehr im Auftrag der BVG“ kostenlos. Die Fahrgäste können jedoch nicht selbst ein Taxi bestellen.

Finanzen[Bearbeiten]

Die BVG bestreitet ihre Ausgaben neben den Fahrgeld- und sonstigen Einnahmen auch durch die öffentliche Zuwendung, deren Höhe von 2005 zu 2006 deutlich zurückgegangen ist. Der Kostendeckungsgrad ohne Berücksichtigung der Zuschüsse lag 2007 bei 67 %.[10] Im Jahre 2013 konnte er auf 99 % gesteigert werden.[11]

Umsatz[Bearbeiten]

Umsatz (rot) und öffentliche Zuwendung (grün) in Mio. €
Ergebnis in Mio. €
Jahr Umsatzerlöse Öffentliche Zuwendung Ergebnis
2003 631 Mio. € 416 Mio. € - 221 Mio. €
2004 638 Mio. € 413 Mio. € - 101 Mio. €
2005 644 Mio. € 412 Mio. € 0235 Mio. €
2006 636 Mio. € 307 Mio. € -023 Mio. €
2007 624 Mio. € 308 Mio. € -059 Mio. €
2008 601 Mio. € 272 Mio. € - 246 Mio. €
2009 662 Mio. € 283 Mio. € -066 Mio. €
2010 666 Mio. € 281 Mio. € -078 Mio. €
2011 678 Mio. € 289 Mio. € -071 Mio. €
2012 700 Mio. € 294 Mio. € -058 Mio. €

Die Daten entstammen den Geschäftsberichten der BVG der Jahre 2005–2012, beziehen sich jeweils auf den Konzern.

Beteiligungen[Bearbeiten]

Liste der Beteiligungen (Stand 31. Dezember 2013):[12]

BVG Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, Berlin
beteiligt an:
100,0 %
- URBANIS GmbH, Berlin 100,0 %
- BT Berlin Transport GmbH (BT), Berlin 100,0 %
- IOB Internationale Omnibusbahnhof-Betreibergesellschaft mbH, Berlin 100,0 %
- NESKom Projektierungsgesellschaft Nahverkehrs-, Elektro-, Service- und Kommunikationstechnik GmbH, Berlin 100,0 %
VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH (VCDB), Dresden 25,1 %
VDV eTicket Service GmbH & Co. KG, Köln 2,54 %
IFB Institut für Bahntechnik GmbH, Berlin 7,7 %
Partner für Berlin Holding Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH, Berlin 4,1 %
BVG Beteiligungsholding Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin 100 %
Bus-Verkehr-Berlin KG Omnibus-Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. (BVB), Berlin
Über den BVB ist die BVG am Fernbusverbund BerlinLinienBus beteiligt.
25,1 %

Corporate Identity[Bearbeiten]

Corporate Design[Bearbeiten]

Nach der Vereinigung von BVG (West) und BVB (Ost) ließen sich die Berliner Verkehrsbetriebe von der Firma MetaDesign ein Corporate Design entwickeln. Dieses legt für Fahrzeuge, Haltestellen, Informations- und Leitsysteme sowie für Briefschaft das Erscheinungsbild inklusive Farben und Schriftarten und -größen fest. Dieses Corporate Design findet bis heute Anwendung und wird bei Bedarf (zum Beispiel Farben für neue Linien) entsprechend weiterentwickelt.

Farben[Bearbeiten]

Die wichtigsten Farben sind wie folgt festgelegt:

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Zweck Farbname RAL CMYK RGB (Hex)
Grundfarbe BVG-Logo Verkehrsgelb RAL 1023 0,5,100,0 240, 215, 34 (#F0D722)
Grundfarbe U-Bahn-Logo Verkehrsblau RAL 5017 100,50,0,10 17, 93, 145 (#115D91)
Grundfarbe Metro-Logo Pastellorange RAL 2003 0,55,100,0 243, 121, 29 (#F3791D)
Grundfarbe Tram-Logo Verkehrsrot RAL 3020 0,100,100,0 190, 20, 20 (#BE1414)
Grundfarbe Bus-Logo Verkehrspurpur RAL 4006 40,100,0,0 149, 39, 110 (#95276E)
Grundfarbe Fähr-Logo Lichtblau RAL 5012 80,20,0,0 82, 141, 186 (#528DBA)
Kennfarbe U1/U15 Gelbgrün RAL 6018 70,0,100,10 125, 173, 76 (#7DAD4C)
Kennfarbe U2 Blutorange RAL 2002 0,85,100,0 218, 66, 30 (#DA421E)
Kennfarbe U3 Türkisgrün RAL 6016 100,30,80,0 0, 122, 91 (#007A5B)
Kennfarbe U4 Verkehrsgelb RAL 1023 0,5,100,0 240, 215, 34 (#F0D722)
Kennfarbe U5/U55 Rehbraun RAL 8007 55,80,90,10 126, 83, 48 (#7E5330)
Kennfarbe U6 Blaulila RAL 4005 55,65,0,5 140, 109, 171 (#8C6DAB)
Kennfarbe U7 Lichtblau RAL 5012 80,20,0,0 82, 141, 186 (#528DBA)
Kennfarbe U8 Enzianblau RAL 5010 100,60,0,20 34, 79, 134 (#224F86)
Kennfarbe U9 Pastellorange RAL 2003 0,55,100,0 243, 121, 29 (#F3791D)
Fahrzeuge Dach Verkehrsweiß RAL 9016 5,0,0,0 252, 255, 255 (#FCFFFF)
Fahrzeuge Hauptflächen Verkehrsgelb RAL 1023 0,5,100,0 240, 215, 34 (#F0D722)
Fahrzeuge Bodenbereich Schiefergrau RAL 7015 15,0,0,80 89, 91, 98 (#595B62)

Schrift[Bearbeiten]

Die Hausschrift der BVG ist FF Transit. Dies ist eine speziell für die Ansprüche eines Verkehrsunternehmens entwickelte Schriftart. Die gebräuchlichen Piktogramme und Signets sind als Zeichen in speziellen Zeichensätzen abgelegt. Diese für die BVG entwickelte Schriftart wird mittlerweile von anderen Verkehrsunternehmen in Deutschland eingesetzt. Sie basiert auf der Schriftenfamilie Frutiger des gleichnamigen Designers Adrian Frutiger und wurde von MetaDesign Anfang der 1990er Jahre für die Verwendung im Rahmen von Fahrgastinformationen überarbeitet. Die Hausschrift findet heute keine durchgängige Verwendung mehr. So zeigt das Magazin Typojournal zahlreiche „Schriftenvergehen“ auf, unter anderem bei Fahrscheinentwertern, Dienstkleidung und Stationsbeschilderungen.[13][14]

Corporate Behaviour[Bearbeiten]

Die BVG ist zur Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex und des Landesgleichstellungsgesetzes verpflichtet.[15] Sie wurde im Jahr 2012 für ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement mit dem Exzellenz-Siegel des Corporate Health Award in der Kategorie Verkehr/Handel/Logistik ausgezeichnet.[16]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Reuter: Rationalisierung der Berliner Verkehrsbedienung. Verkehrstechnik, 9. Jahrgang, Heft 26 (29. Juni 1928), S. 437–439.
  • Ernst Reuter: Die Gründung der Berliner Verkehrs-A.-G. Verkehrstechnik, 9. Jahrgang, Heft 50 (14. Dezember 1928), S. 917–919.
  • Die BVG und ihr Betrieb 1934; 1934, hrsg. von der Berliner Verkehrs-Aktiengesellschaft (BVG)
    Nachdruck 1980 durch den Verlag J. O. Slezak, Wien; ISBN 3-900134-67-7.
  • BVGer in der ersten Reihe. BVG-Arbeiter gestalten Geschichte 1945–1952; 1973, hrsg. von der Betriebsparteiorganisation der SED – Kommission zur Erforschung der Betriebsgeschichte – im VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe.
  • Berliner Verkehrs-Betriebe (BVG) (Hrsg.): 50 Jahre BVG: ein Rückblick auf ein Stück Berliner Verkehrsgeschichte; Berlin: BVG, 1979.
  • Sigurd Hilkenbach, Wolfgang Kramer: Typisch Berlin – Ein BVG-Porträt; 1987, überarbeitete Festschrift „50 Jahre BVG“, hrsg. von den Berliner Verkehrs-Betrieben, Eigenbetrieb von Berlin (BVG).
  •  Heinz Reif, Berliner Verkehrsbetrieben AöR (BVG) (Hrsg.): Mobilität für alle - 75 Jahre BVG, 1929–2004. Festschrift zum 75. Jubiläum. Berlin 2007 ([1], abgerufen am 12. Oktober 2014).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berliner Verkehrsbetriebe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlenspiegel 2014. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), 31. Dezember 2013, abgerufen am 6. November 2014 (PDF).
  2. a b Über uns. Website der BVG, abgerufen am 11. November 2013.
  3. Satzung für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
  4. Gründung der BVG
  5.  Sigurd Hilkenbach, Wolfgang Kramer, Berliner Verkehrs-Betriebe (BVG) (Hrsg.): Typisch Berlin - Ein BVG-Portät. überarbeitete Festschrift „50 Jahre BVG“. Berlin 1987.
  6. Tagesspiegel vom 6. August 2008 http://www.tagesspiegel.de/berlin/standortwechsel-bvg-zentrale-zieht-um-fuer-zehn-millionen-euro/1294462.html
  7. Wir ziehen nach Mitte; Pressemeldung der BVG zum Umzug
  8. Zahlenspiegel 2013
  9. Dienstleistungen und Garantie
  10. Geschäftsbericht der BVG 2007
  11. Geschäftsbericht der BVG 2013
  12. Beteiligungen (Stand 31. Dezember 2013)
  13. Helmut Ness: Ein typografischer Spaziergang durch Berlin. In: Typojournal, Ausgabe 2, Juni 2010, S. 30–31. (pdf; 4,1 MB)
  14. Lars Krüger: Die Berliner Verkehrsbetriebe im Wandel der Zeit. In: Typojournal, Ausgabe 3, Dezember 2011. (online)
  15. Berliner Betriebe-Gesetz
  16. Gesundheitsförderung bei der BVG

52.51361111111113.423333333333Koordinaten: 52° 30′ 49″ N, 13° 25′ 24″ O