Bramfelder See

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bramfelder See
Panorama-Aufnahme, Nordufer
Panorama-Aufnahme, Nordufer
Geographische Lage Hamburg-Steilshoop
Abfluss Seebek
Daten
Koordinaten 53° 37′ 10″ N, 10° 4′ 1″ O53.61939393538410.067081451416Koordinaten: 53° 37′ 10″ N, 10° 4′ 1″ O
Bramfelder See (Hamburg)
Bramfelder See
Länge 1,2 kmf6
Breite 400 mf7
Maximale Tiefe 3 mf10

Der Bramfelder See liegt im Hamburger Stadtteil Steilshoop.

Der See hat eine längliche Form und wird von mehreren Quellen gespeist, unter anderem vom ehemaligen Prökelmoor. Von Ost nach West misst er ca. 1,2 km. Die Breite ist deutlich geringer, im Osten etwa 400 m. An seiner schmalsten Stelle sind es knapp 100 m vom Nord- zum Südufer. Nirgendwo ist der See tiefer als 3 m.

Der See vom Nordufer

Von den 4 Inseln sind zwei nur durch schmale Wasserrinnen vom Ufer getrennt. Die größte Insel liegt im Ostteil mitten im See und ist etwa 600 m² groß. Seit einigen Jahren befindet sich auf dieser Insel eine große Graureiherkolonie. Im Jahr 2005 brüteten dort über 30 Reiherpaare.

Nachdem der See früher von Karpfenzuchtbetrieben wirtschaftlich genutzt wurde, ist er heute ein Vorzeigebiotop, dessen Wasserfläche von einem Angelverein gepflegt wird. Die Ufergebiete sind bewachsen, etliche Umweltprojekte wurden hier angelegt. Durch einen schönen Rundweg um den See von 2,9 km Länge wurde das Gewässer ein wichtiges Naherholungsgebiet, nicht nur für das nahe Neubaugebiet Steilshoop.

An seiner Westseite gibt es einen großen Spiel- und Grillplatz. Unmittelbar an das Nordufer des Sees grenzt der Hauptfriedhof Ohlsdorf. Im Süden fließt das Seewasser über die Seebek erst in die Osterbek und schließlich in die Alster. Die Inseln stehen unter Naturschutz und sind vom Wanderweg aus gut zu beobachten. Unweit (ca. 800 m entfernt) des Bramfelder Sees liegt der „kleine“ Bramfelder See, der früher auch Alter Teich genannt wurde.

Die Ablaufschleuse

In der Nacht vom 17. auf den 18. Januar 2010 brachen Unbekannte das Schloss an der Ablaufschleuse auf ließen den See unter dem Eis in die Seebek auslaufen. In der Folge verendete ein Großteil des Fischbestands. Der Sportfischereiverein Elbe e.V. befürchtet, dass es Jahre dauern wird, bis sich der See von dieser Katastrophe erholt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel Die Welt vom 24. Oktober 2010, abgerufen am 31. März 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bramfelder See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien