Butter-Rübling

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Butter-Rübling
2011-11-19 Rhodocollybia butyracea (Bull.) Lennox 183340 cropped.jpg

Butter-Rübling (Rhodocollybia butyracea)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Schwindlingsverwandte (Marasmiaceae)
Gattung: Rosasporrüblinge (Rhodocollybia)
Art: Butter-Rübling
Wissenschaftlicher Name
Rhodocollybia butyracea
(Bull. : Fr.) Lennox
Blick auf die Hutunterseite des Butter-Rüblings (R. butyracia) mit den weißen, untermischten Lamellen

Der Butter- oder Kastanienrote Rübling (Rhodocollybia butyracea syn. Collybia butyracea) und seine grauhütige Form Horngrauer Rübling (R. f. asema) sind Speisepilze aus der Familie der Schwindlingsverwandten (Marasmiaceae).

Merkmale[Bearbeiten]

Makroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Der zäh-faserige Stiel ist 4–8 cm lang und aufgeblasen hohl. Er ist grau-bräunlich mit hellerer Spitze und weiß filziger Basis. Der zwischen 3–6 cm breite und 1–1,5 cm dicke Hut ist flach kissenförmig bis abgeflacht und oft stumpf gebuckelt. Die Hutränder wölben sich mit zunehmendem Alter oft nach oben. Er ist rotbraun oder horngrau bis olivgrau und in der Mitte etwas dunkler gefärbt. Bei Nässe glänzt die Oberfläche fettig (Name!) und ist etwas hygrophan und durchfeuchtete Hutbereiche erscheinen dunkler, während sich beim Austrocknen verschiedenfarbige, kurzlebige Zonen bilden. Die weißlichen oder wässrig blassen Lamellen besitzen fein gekerbte Schneiden. Sie sind am Stiel ausgebuchtet angewachsen und weich. Der Pilz riecht unauffällig.

Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Die Sporen sind lanzettlich, 7–9 Mikrometer lang und 3,5–4,2 µm breit.

Artabgrenzung[Bearbeiten]

Ähnliche Arten sind der Winter-Schüppling (Pholiota oedipus) mit einem beringten Stiel und einem oft schleimigen Hut und der giftige Niedergedrückter Rötling (Entoloma rhodopolium), der allerdings geruchlos ist und eckige Sporen trägt.

Verbreitung[Bearbeiten]

Der Butterrübling findet sich von Juni bis November in Nadel- und Laubwäldern auf nährstoffarmen Böden. Er ist in Europa und Nordamerika weit verbreitet. Weitere natürliche Vorkommen sollen in Ostafrika existieren.

Systematik[Bearbeiten]

Der Horngraue Rübling (R. butyracia f. asema) besitzt im Gegensatz zur Nominatform eine graue Hutfarbe.

Die Art wurde zuerst 1792 von Jean Baptiste Francois Bulliard als Agaricus butyraceus erstbeschrieben und der Gattung der Champignons (Agaricus) zugeordnet. Im Jahr 1871 erkannte Ferdinand Kummer dass es sich nicht um einen Champignon handelte und ordnete den Pilz der Gattung der Rüblinge (Collybia) zu. Erst 1979 wurde die Art dann von Joanne Williams Lennox in die Gattung der Rosasporrüblinge (Rhodocollybia) gestellt und bekam ihren heute gültigen Namen Rhodocollybia butyracea.

Neben der Nominatform R.  butyracea f. butyracea mit bräunlichem Hut umfasst die Art noch eine grauhütige Form, die als Horngrauer Rübling (R. butyracea f. asema) bezeichnet wird.

Bedeutung[Bearbeiten]

Speisewert[Bearbeiten]

Zur Verwendung kommen meist nur die Hüte, da die Stiele zu zäh sind. Das Hutfleisch weist einen mehligen Geschmack auf und wird daher von vielen Sammlern nur gering geschätzt. Er leistet jedoch in Mischpilzgerichten durchaus seinen schmackhaften Beitrag.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Butter-Rübling (Rhodocollybia butyracea) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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