Camerata Bern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Camerata Bern ist ein international bekanntes Kammerorchester aus Bern. Es setzt sich zusammen aus 14 Musikern, die alle auch solistisch tätig sind. Das Orchester tritt ohne Dirigent und stehend auf. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart.

Das heute von Stadt und Kanton Bern sowie von der Burgergemeinde Bern subventionierte Orchester wurde 1962 von Alexander van Wijnkoop zusammen mit andern Studierenden des Konservatoriums gegründet. Auf Alexander van Wijnkoop (1962-1979) folgten als Konzertmeister Thomas Füri (1979-1993), Ana Chumachenko und Thomas Zehetmair (1993-1999) und Erich Höbarth (2001-2010). Seit 2010 liegt die künstlerische Leitung bei Antje Weithaas.

Das Ensemble hat im Verlauf seiner Geschichte zusammengearbeitet mit international bekannten Solisten wie Heinz Holliger, Aurèle Nicolet, Jean-Pierre Rampal, Maurice André, András Schiff, Radu Lupu, Peter Serkin, Gidon Kremer, Nathan Milstein, Boris Pergamenschtschikow, Narciso Yepes, Pepe Romero, Barbara Hendricks, Peter Schreier, Emmanuel Pahud, Sabine Meyer und weiteren mehr.

Schon vier Jahre nach seiner Gründung unternahm das Orchester eine erste Welttournee, zahlreiche weitere Tourneen folgten.[1].

Für seine Aufnahmen erhielt das Orchester mehrere internationale Auszeichnungen, so etwa den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, den Grand Prix du Disque, den Record Critics Award, den Record Academy Prize sowie den Preis Echo Klassik der Deutschen Phono-Akademie.

In Bern veranstaltet die Camerata Bern eigene Konzertreihen mit Matinée-Konzerten und Abonnementskonzerten im Zentrum Paul Klee, im Konservatorium sowie im Kulturcasino. Das Orchester leistet ausserdem mit zahlreichen Auftritten in Schulen des Kantons Bern einen wichtigen Beitrag zur Musikvermittlung.

2012 konnte die Camerata Bern ihren 50. Geburtstag feiern. Zwanzig Komponisten aus dem In- und Ausland erhielten zum Jubiläum den Auftrag, ein kurzes Streichorchesterstück zu komponieren, das sich für eine Aufführung ohne Dirigenten eignen musste. Dabei entstanden unter andern Kompositionen von Heinz Holliger, Jean-Luc Darbellay, Thomas Demenga, Daniel Glaus und von der Geigerin Patricia Kopatchinskaja[1].

Zum Jubiläum erhielt das Ensemble überdies von den dreizehn Berner Zünften, der Burgergemeinde und der Hans-und-Verena-Krebs-Stiftung vierzehn nach barocken Vorlagen angefertigte Instrumente aus der Geigenbauschule Brienz geschenkt[1].

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c Berner Zeitung, 30.09.2012

Weblinks[Bearbeiten]