Carl Blümel (Archäologe)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Carl Blümel (* 13. April 1893 in Berlin; † 10. November 1976 ebenda) war ein deutscher Bildhauer und Klassischer Archäologe.

Grab von Carl Blümel

Leben[Bearbeiten]

Carl Blümel wuchs als Sohn des Gymnasialprofessors Anton Blümel und Maria Blümel in einem katholischen Elternhaus auf und legte 1911 am Luisenstädtischen Gymnasium in Berlin das Abitur ab. Anschließend studierte er Klassische Archäologie, Philologie und Kunstgeschichte an der Berliner Universität. Zu seinen Lehrern zählten Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff und Georg Loeschcke. 1922 wurde Carl Blümel bei Ferdinand Noack mit der Arbeit Der Fries des Tempels der Athena Nike promoviert und erhielt 1924 das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI).

Ab 1927 arbeitete er in den Staatlichen Museen zu Berlin, dort wurde er 1929 zum Kustos und 1935 zum Professor ernannt. 1947 übernahm Carl Blümel schließlich die Leitung der Antikensammlung Berlin, die er bis zu seiner Pensionierung 1961 innehatte.

Außerdem war Blümel gelernter Bildhauer. Dieser Umstand hatte besonderen Einfluss auf seine Beschäftigung mit antiker Bildhauertechnik. Besonders hat das auf die Debatte um den Hermes von Olympia eingewirkt.

Carl Blümel ist in dem Familiengrab der Familie Blümel, auf dem Kirchhof der St.-Michael-Gemeinde an der Hermannstraße in Berlin-Neukölln beerdigt.

Schriften[Bearbeiten]

  • Griechische Bildhauerarbeit, Berlin 1927.
  • Der Hermes eines Praxiteles, Baden-Baden 1948.
  • Phidiasische Reliefs und Parthenonfries, Berlin 1957.
  • Die archaisch-griechischen Skulpturen der Staatlichen Museen zu Berlin, Berlin 1963.
  • Die klassisch-griechischen Skulpturen der Staatlichen Museen zu Berlin, Berlin 1966.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carl Blümel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien