Carolus Hacquart

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Carolus Hacquart oder Carel Hacquart (* um 1640 in Brügge; † um 1701) war ein flämischer Komponist.

Carolus Hacquart, Abbildung auf einem Notendruck

Leben[Bearbeiten]

Carolus Hacquart siedelte etwa um 1670 aus den südlichen, spanisch regierten Niederlanden, nach Amsterdam über, wo er sich als freischaffender Künstler niederließ. Um 1679 verlegte er seinen Wirkungskreis nach Den Haag, wo er von Musikunterricht und Konzerten, die er mit Constantijn Huygens organisierte, lebte. In einem Empfehlungsschreiben empfiehlt Huygens dem regierenden Prinzen Maurits, dem „Sieur Hacquart, ”ce grand maistre de musique“, einen Saal im königlichen Schloß für Konzerte bereitzustellen.

Hacquarts Schüler waren zumeist reiche Patrizier und hochstehende Beamte. 1686 widmete Hacquart zweien dieser Schüler einen Band mit 12 Suiten. Die Werke waren so angelegt, dass sie sowohl mit einer als mit zwei Gamben, sowie mit oder ohne Bassbegleitung gespielt werden konnten. Nach 1686 verlieren sich seine Spuren, es gibt Vermutungen, dass er nach England verzogen war.

Werke[Bearbeiten]

  • Cantiones sacrae, Motetten von 1674,
  • Harmonia parnassia, eine Sammlung Triosonaten und Quartettsonaten von 1686,
  • Chelys, Suiten für Viola da Gamba von 1686,
  • De Triomfeerende Min, Ein Hirtenspiel 1678 komponiert anlässlich des Friedens von Nimwegen

Literatur[Bearbeiten]

Diskographie[Bearbeiten]

  • Carolus Hacquart, Le maistre de musique, Ricercar Consort, CD Flora 0705 (2007)
  • Carolus Hacquart, Cantiones & Sonate, Ensemble Clématis, avec la soprano Céline Scheen, CD Musica Ficta (2006)
  • Carolus Hacquart, Chelys - Guido Balestracci e.a., CD Symphonía (2004)