St.-Bavo-Kathedrale (Gent)

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Westseite mit Turm vom gegenüberliegenden Belfried aus
St.-Bavo-Kathedrale

Die römisch-katholische St.-Bavo-Kathedrale (niederländisch Sint-Baafskathedraal) befindet sich in der belgischen Stadt Gent (Provinz Ostflandern). Sie ist nach dem heiligen Bavo benannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kathedrale geht zurück auf eine Johannes dem Täufer geweihte Kapelle. Sie bestand überwiegend aus Holz und wurde 942 von Transmarus, dem Bischof von Tournai und Noyon, eingeweiht. Spuren einer Kirche im romanischen Baustil sind heute noch zu erkennen.

Infolge des Aufstands gegen Kaiser Karl V. in Gent 1539 wurde die alte Sankt Bavoabtei aufgelöst. In der Mitte des 16. Jahrhunderts hatte die Kirche mehr oder weniger ihr gegenwärtiges Aussehen erreicht.

1559 wurde die Diözese von Gent gegründet und die Kirche zur Kathedrale. Der reiche Barockstil im Innenbereich zeugt vom Einfluss eines der am längsten regierenden Bischöfe von Gent, Antonius Triest.

Im Januar 2006 wurde damit begonnen, die Kathedrale zu restaurieren.

Kunst[Bearbeiten]

In der St.-Bavo-Kathedrale befinden sich viele religiöse Kunstwerke. Das älteste Stück stammt aus dem 8. Jahrhundert, das jüngste aus den späten 1990er Jahren. Das wohl bekannteste Werk ist der Genter Altar, ein Flügelaltar der von Jan van Eyck und Hubert van Eyck angefertigt wurde und als bekanntestes und umfangreichstes Werk der frühen niederländischen Malerei gilt. Darüber hinaus befinden sich weitere 21 Altäre in der Kirche. Einen Altar schuf Frans Pourbus der Ältere 1571 für Viglius Zuichemus mit der Darstellung Jesus unter den Schriftgelehrten. In der Neuzeit errichtete der Künstler Kris Martin auf dem Dach die Skulptur Idiot 4.

Orgel[Bearbeiten]

Die Orgel wurde in den Jahren 1653–1655 von den Orgelbauern Louis Bys und Pierre Destrée erbaut. Das Bischofswappen am Orgelgehäuse weist auf den Stifter hin. Das Instrument wurde mehrfach überarbeitet. Die Orgel ist zweiteilig angelegt: Die „Kruisbeukorgel“ hat 48 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die „Koororgel“ hat 43 Register auf drei Manualen und Pedal. Das Instrument lässt sich von der Hauptorgel aus anspielen (Manuale III-V).[1]

I Rugpositief C–c4
Principaal 8′
Holpijp 8′
Wilgenpijp 8′
Oktaaf 4′
Koppelfluit 4′
Nasaard 22/3
Zwegel 2′
Stemmeken 1′
Tertiaan II
Cimbelstem IV
Regaal 8′
Regaalkan 4′
II Hoofdwerk C–c4
Prestant 16′
Gedekt 16′
Prestant 8′
Roerföuit 8′
Kwintadeen 8′
Oktaaf 4′
Fluit 4′
Gemshoorn 4′
Kwint 22/3
Oktaafken 2′
Spitsfluit 2′
Kornet V
Ruispijp IV
Vulwerk IV-VI
Bazuin 16′
Trompet 8′
Kromhoorn-regaal 8′
Klaroen 4′
Voetwerk C–g1
Bromstem 32′
Principaalbas 16′
Open bas 16′
Brompijp 16′
Zachtbas 16′
Kwintbas 102/3
Oktaafbas 8′
Gedektbas 8′
Roerfluit 8′
Hoge oktaaf 4′
Kleine fluit 4′
Veldfluit 4′
Groot vulwerk IV
Bazuinbas 32′
Bazuin 16′
Trompetbas 8′
Zink 4′
Zingend kornet 2′
III (I) Hoofdwerk C–c4
Kwintadeen 16′
Principaal 8′
Salicionaal 8′
Houten fluit 8′
Oktaaf 4′
Blokfluit 4′
Oktaafken 2′
Terts 13/5
Kleine kwint 11/3
Vulwerk IV
Cimbelstem II-III
Kromhoorn 8′
Koptrompet 4′

IV (II) Nevenwerk C–c4
Zachtgedekt 16′
Vioolprincipaal 8′
Kwintadeen 8′
Oktaaf 4′
Dwarsfluit 4′
Echokornet III-V
Cimbelken III
Dulciaan 16′
Trompet 8′
V (III) Bovenwerk C–c4
Zweving 8′
Spitsgamba 8′
Nachthoorn gedekt 8′
Zingend Principaal 4′
Zwitserse pijp 4′
Woudfluit 2′
Seskwialter II
Scherp III-IV
Hobo 8′
Regaal 4′

Voetwerk C–g1
Gedekte fluit 16′
Echobas 16′
Fluitbas 8′
Gedekt 8′
Kwint 51/3
Oktaaf 4′
Fluit 4′
Veldfluit 2′
Oktaafcimbel II
Pommer 16′
Hoorn 8′

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St.-Bavo-Kathedrale (Gent) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen zur Orgel

51.0533.727Koordinaten: 51° 3′ 11″ N, 3° 43′ 37″ O