Charles Camoin

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Charles Camoin, Foto um 1908

Charles Camoin (* 23. September 1879 in Marseille; † 20. Mai 1965 in Paris) war ein französischer Maler. Er wird dem Kreis der „Fauves“ zugeordnet.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Ermutigt durch seinen Vater, der Dekorateur war, geht Camoin 1896 nach Paris und studiert dort im Atelier von Gustave Moreau, wo er Freundschaft mit Albert Marquet schließt. Auf der Suche nach Motiven sucht er auch Variétés und Konzertcafés der Hauptstadt auf. 1902 macht er die Bekanntschaft von Cézanne, mit dem er lange Zeit im Briefwechsel bleibt.

Camoin, der sich der Bewegung der „Fauves“ anschloss, ist kein unbedingt überzeugter Fauvist, aber seine Zugehörigkeit zur Gruppe verschafft ihm die Möglichkeit, von 1904 bis 1907 alljährlich bei Berthe Weill auszustellen. 1905 nimmt er am Salon d’Automne teil. Im Gegensatz zu den übrigen „Fauves“ setzt Camoin weniger auf die Übersteigerung der Farben als auf die suggestive Interpretation des Kolorits. In der Folge nimmt er dann an keiner avantgardistischen Bewegung mehr teil.

Im Rahmen eines Kriegsurlaubs besucht er 1918 Renoir in Cagnes. Diese Begegnung hat spürbare Auswirkungen auf seinen Stil. Seine Malerei wird weicher. 1958 findet in der Galerie Bernheim eine Retrospektivausstellung seiner Werke statt. 1962 nimmt er als einziger Überlebender aus dem ehemaligen Atelier Moreaus an der Eröffnung der Ausstellung Gustave Moreau und seine Schüler teil.[1]

Werke in Museen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charles Camoin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jean-Louis Ferrier: Fauvismus – Die Wilden in Paris, Editions Pierre Terrail, Paris, 1992, ISBN 2-87939-053-2, S. 206