Charlotte Despard

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Charlotte Despard (geborene French; * 15. Juni 1844 in Ripple Vale, Kent; † 10. November 1939 in Whitehead, County Antrim) war eine britische Schriftstellerin, Suffragette und Frauenrechtlerin, später eine der ersten Sinn-Féin-Aktivistinnen.

Leben[Bearbeiten]

Charlotte wird als Tochter des Marineoffiziers William French und seiner Ehefrau Margaret Eccles geboren. 1854 stirbt ihr Vater und ihre Mutter wird wegen psychischer Leiden behandelt. Zusammen mit ihrem jüngeren Bruder John kommt Charlotte 1863 nach London um dort mit Verwandten zu leben.[1] 1870 heiratet sie Maximilian Carden Despard, einen reichen Geschäftsmann.

Charlotte veröffentlichte einige Romane und Gedichte, darunter Chaste as Ice, Pure as Snow (1874) und A Voice from the Dim Millions. Später schrieb sie vor allem Pamphlete zur Position der Frauen in der Gesellschaft und zur Verbesserung der Situation der Armen.

Nach dem Tod ihres Ehemannes 1890, engagiert sich Charlotte Despard stark für soziale Zwecke. Sie gründet ein Krankenhaus und eine Suppenküche für Arbeitslose und widmet sich mehr und mehr der politischen Arbeit.

Sie wird Mitglied in der National Union of Women's Suffrage Societies (NUWSS) und wechselt dann 1906, trotz vorheriger Ablehnung, zu einer radikaleren Splittergruppe der NUWSS, der Women’s Social and Political Union (WSPU), die u.a. von Emmeline Pankhurst gegründet wurde.

1907 gründet sie zusammen mit u.a. Teresa Billington-Greig, Edith How-Martyn, Margaret Nevinson und Dora Marsden die Women's Freedom League (WFL).[2] Die WFL engagierte sich, anders als die WSPU, für eine gewaltfreie Durchsetzung von Frauenrechten, etwa mit Hilfe zivilen Ungehorsams u.a. organisiert durch die Women's Tax Resistance League. Drei Mitglieder der WFL wurden als Kandidatinnen bei landesweiten Wahlen 1918 aufgestellt.[3]

Nach dem Ersten Weltkrieg wohnte sie in Dublin, wo ihr Bruder von 1918 bis 1921 Lord Lieutenant of Ireland war. Sie war mit Constance Markiewicz und Maud Gonne befreundet.

Sie ist in Belfast gestorben und wurde auf dem Dubliner Glasnevin Friedhof begraben.

Nachlass[Bearbeiten]

Charlotte Despards Nachlass befindet sich in der Women's Library der London Metropolitan University[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chrisholm, Cecil: Sir John French. An Authentic Biography. Kindle Book, 2006, S. 7
  2. Crawford, Elizabeth : The Women's Suffrage Movement: A Reference Guide, 1866-1928. S. 167
  3.  Mayhall, Laura E. Nym: The Militant Suffrage Movement: Citizenship and Resistance in Britain, 1860-1930. 2003, S. 106.
  4. Nachlass

Literatur[Bearbeiten]

  • Chrisholm, Cecil: Sir John French. An Authentic Biography. Echo Lib, 2007 ISBN 978-1406845570
  • Phillips, Melanie: The Ascent of Woman - A History of the Suffragette Movement and the ideas behind it. Abacus, London 2004 ISBN 978-0349116600
  • Mayhall, Laura E. Nym: The Militant Suffrage Movement: Citizenship and Resistance in Britain, 1860-1930. Oxford University Press, 2003 ISBN 978-0195159936
  • Braun, Nikolaus: Terrorismus und Freiheitskampf. Gewalt, Propaganda und politische Strategien im Irischen Bürgerkrieg 1922/23. Oldenbourg, München 2003 ISBN 3-486-56696-2
  • Mulvihill, Margaret: Charlotte Despard: A Biography. Thorsons, 1994 ISBN 978-0863582134
  • Linklater, Andio: An Unhusbanded Life: Charlotte Despard, Suffragette, Socialist and Sinn Feiner. Hutchinson, 1980, ISBN 978-0091383107

Weblinks[Bearbeiten]

  • Biografie Communist Party of Ireland (engl.)