Cheryl Benard

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Cheryl Benard (* 1953 in New Orleans) ist eine US-amerikanisch-österreichische Sozialwissenschaftlerin.

Leben[Bearbeiten]

Cheryl Benard ist Senior-Analystin der RAND Corporation, wo sie das IMEY-Programm (initiative for Middle Eastern Youth, dt. Initiative für die Jugend im Nahen Osten) und die Initiative für Alternative Strategien (Alternative Strategies Initiative) leitet. Zusammen mit der Sozialwissenschaftlerin Edit Schlaffer leitete Benard von 1982 bis 2005 die im Jahr 2005 geschlossene Ludwig-Boltzmann-Forschungsstelle für Politik und zwischenmenschliche Beziehungen in Wien.

Benards Studie Civil Democratic Islam löste vor allem in fundamentalistischen Kreisen heftige Kontroversen aus. Sie empfiehlt, islamische Reformer sowie Strömungen, die eine Säkularisierung befürworten, zu unterstützen und äußert sich kritisch zu den Ansichten und Programmen von (radikalen) Islamisten. Sie ist Romanschriftstellerin und feministische Autorin, die sich mit Themen wie aktuellen Ereignissen, die Rolle der Frau beim Aufbau von Staaten, jugendliche Radikalisierung in der europäischen Diaspora und Säkularisierung in Bezug auf den Islam auseinandersetzt. Letzteren Schwerpunkt hat sie im Rahmen ihrer RAND Tätigkeit in den letzten Jahren einer praktischen Umsetzung zugeführt, mit Förderungsprojekten für pro-demokratische, modernisierungsfreundliche Dissidenten in der islamischen Welt. Cheryl Benard erhielt von der Universität Wien ein Doktorat sowie einen Bachelor von der Amerikanischen Universität Beirut. Sie ist mit Zalmay Khalilzad, dem ehemaligen US-amerikanischen Botschafter bei den Vereinten Nationen, verheiratet. Sie haben zwei Kinder.

Auftritte als Kinderdarstellerin[Bearbeiten]

Als Kind spielte Cheryl Benard in insgesamt sechs deutschen Filmproduktionen mit, davon allein vier im Jahr 1958. Ihren markantesten Auftritt hatte sie an der Seite von Marianne Koch in dem Heimatfilm Die Landärztin (1958) in der Rolle des Hannerl. Das letzte Mal war sie 1964 in der Fernsehproduktion (Südwestfunk) Die reinsten Engel zu sehen.

Bibliografie[Bearbeiten]

Zusammen mit Edit Schlaffer[Bearbeiten]

  • Die ganz gewöhnliche Gewalt in der Ehe. Texte zu einer Soziologie von Macht und Liebe. Reinbek bei Hamburg 1978: Rowohlt
  • Der Mann auf der Straße. Über das merkwürdige Verhalten von Männern in ganz alltäglichen Situationen. Reinbek bei Hamburg 1980: Rowohlt
  • Notizen über Besuche auf dem Land. Ein grauer Blick ins Grüne. Reinbek bei Hamburg 1981: Rowohlt
  • Die Grenzen des Geschlechts. Anleitung zum Sturz des Internationalen Patriarchats. Reinbek bei Hamburg 1984: Rowohlt
  • Liebesgeschichten aus dem Patriarchat. Von der übermäßigen Bereitschaft der Frauen, sich mit dem Vorhandenen zu arrangieren. Reinbek bei Hamburg 1984: Rowohlt
  • Viel erlebt und nichts begriffen. Die Männer und die Frauenbewegung. Reinbek bei Hamburg 1985: Rowohlt
  • Im Dschungel der Gefühle. Expeditionen in die Niederungen der Leidenschaft. Reinbek bei Hamburg 1987: Rowohlt
  • Rückwärts und auf Stöckelschuhen... können Frauen so viel wie Männer. Köln 1989: Kiepenheuer & Witsch
  • Laßt endlich die Männer in Ruhe.oder Wie man sie weniger und sich selbst mehr liebt. Reinbek bei Hamburg 1990: Rowohlt
  • Sag uns, wo die Väter sind. Von der Arbeitssucht und Fahnenflucht des zweiten Elternteils Reinbek bei Hamburg 1991: Rowohlt
  • Ohne uns seid ihr nichts. Was Frauen für Männer bedeuten. München 1992: Heyne
  • Grenzenlos weiblich. Das schwache Geschlecht: stark im kommen. München 1995: Heyne
  • Wie aus Mädchen tolle Frauen werden. Selbstbewußtsein jenseits aller Klischees (1997) ISBN 3-453-17264-7

Weblinks[Bearbeiten]