Cholestase
| Klassifikation nach ICD-10 | ||
|---|---|---|
| K71 | Toxische Leberkrankheit | |
| K71.0 | Toxische Leberkrankheit mit Cholestase | |
| K80 | Cholelithiasis | |
| K80.3 | Gallengangsstein mit Cholangitis | |
| K80.4 | Gallengangsstein mit Cholezystitis | |
| K80.5 | Gallengangsstein ohne Cholangitis oder Cholezystitis | |
| ICD-10 online (WHO-Version 2013) | ||
Das Cholestasesyndrom (Gallenstauung) bezeichnet den Rückstau von Bilirubin, Gallensäuren und anderen Gallenbestandteilen durch verminderten oder fehlenden Abfluss von Galle in den Darm. Bei einer extrahepatischen Cholestase liegt in den meisten Fällen eine mechanische Behinderung in den Gallenwegen durch Steine, Tumoren oder narbige Einziehungen vor. Virushepatitiden, Hämangiome, Arzneimittel oder Giftstoffe können Ursache einer intrahepatischen Cholestase sein.
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Symptomatik [Bearbeiten]
Das klinische Leitsymptom ist eine zunehmende posthepatische Gelbsucht mit unterschiedlicher Ausprägung in Abhängigkeit von Ausmaß und Ausprägung der Abflussbehinderung sowie blasser Stuhl. Hinzu kommen Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Die übrige Symptomatik hängt von der auslösenden Ursache ab. Akute kolikartige Schmerzen sind ein Hinweis auf eingeklemmte Steine.
Diagnostik [Bearbeiten]
Sonographisch erscheinen bei einer extrahepatischen Cholestase die intrahepatischen Gallengänge erweitert. Die intrahepatischen Gallengänge verlaufen parallel zu den Aufzweigungen der Pfortader und sind bei einem Normalbefund sonographisch nicht sichtbar. Bei einem Rückstau der Galle in die Leber werden jedoch parallel zu den Pfortadervenen auch die Gallengänge sichtbar. Man bezeichnet dieses sonographische Bild in der Leber als Doppelflintenphänomen.
Eine Labordiagnostik ist unter Umständen zur Diagnosesicherung zu erwägen. Ein erhöhter Wert der alkalischen Phosphatase ist der empfindlichste Indikator für eine Cholestase.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
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