Cholestase

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Klassifikation nach ICD-10
K71.0 Toxische Leberkrankheit mit Cholestase
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Das Cholestasesyndrom (Gallenstauung) bezeichnet den Rückstau (Retention) von Bilirubin, Gallensäuren und anderen Gallenbestandteilen durch verminderten oder fehlenden Abfluss von Galle in den Darm. Bei einer extrahepatischen Cholestase liegt in den meisten Fällen eine mechanische Behinderung in den Gallenwegen durch Steine, Tumoren oder narbige Einziehungen vor. Virushepatitiden, Arzneimittel oder Giftstoffe können Ursache einer intrahepatischen Cholestase sein.

[Bearbeiten] Symptomatik

Das Leitsymptom ist eine zunehmende Gelbsucht (Ikterus) mit unterschiedlicher Ausprägung in Abhängigkeit von Ausmaß und Ausprägung der Abflussbehinderung. Die übrige Symptomatik hängt von der auslösenden Ursache ab. Akute kolikartige Schmerzen sind ein Hinweis auf eingeklemmte Steine.

[Bearbeiten] Diagnostik

Sonographisch erscheinen bei einer extrahepatischen Cholestase die intrahepatischen Gallengänge erweitert. Die intrahepatischen Gallengänge verlaufen parallel zu den Aufzweigungen der Pfortader und sind bei einem Normalbefund sonographisch nicht sichtbar. Bei einem Rückstau der Galle in die Leber werden jedoch parallel zu den Lebervenen auch die Gallengänge sichtbar. Man bezeichnet dieses sonographische Bild in der Leber als Doppelflintenphänomen.

Eine Labordiagnostik ist unter Umständen zur Diagnosesicherung zu erwägen. Ein erhöhter Wert der alkalischen Phosphatase kann nämlich auf eine Cholestase hinweisen.

[Bearbeiten] Siehe auch

Gesundheitshinweis
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