Chorjambus

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Der Chorjambus (griechisch χορίαμβος choriambos) ist in der antiken Verslehre ein viergliedriger, aus einem Trochäus (—◡) (auch Choreus genannt) und einem Jambus (◡—) zusammengesetzte Versfuß nach dem Schema —◡◡—.

Im Deutschen wurde der Chorjambus nur selten nachgebildet. Eines der wenigen Beispiele ist Stefan Georges Gedicht „An Apollonia“[1], in dem in jedem Vers der Chorjambus dreimal auftritt:

Tra̱ue dem glü̱ck! la̱cht es auch he̱ut · Apo̱llonia · ni̱cht.
Nö̱tiger schme̱rz bli̱ch dein gesi̱cht · do̱ch es ze̱igt dass du ba̱ld
Schmi̱egsam und sta̱rk ü̱ber ihn si̱egst · ni̱e mehr lo̱he dann glu̱t […]

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Knörrich: Lexikon lyrischer Formen. 2. Aufl. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S. 36f.
  • Günther Schweikle, Dieter Burdorf (Hg.): Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen. Metzler, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-01612-6, S. 123.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stefan George: Die Bücher der Hirten- und Preisgedichte, der Sagen und Sänge und der hängenden Gärten. Gesamt-Ausgabe der Werke, Bd. 3, Berlin 1930, S. 42-45, online