Clafoutis

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Clafoutis mit (entsteinten) Kirschen

Ein Clafoutis [klafuti] ist eine französische Nachspeise, die eine Art „Mittelding“ zwischen Auflauf und Kuchen darstellt. Es besteht aus Obst und einem flüssigen, gesüßten Eierteig, der einem Pfannkuchenteig ähnelt. In der Regel wird es in einer Auflauf- oder Quicheform gebacken. Dabei wird so vorgegangen, dass zunächst das Obst in die gefettete Form gelegt und dann der Teig darübergegossen wird.

Früchte[Bearbeiten]

Das klassische Clafoutis ist das Clafoutis aux cerises mit Kirschen. Dabei soll es besonders stilecht sein, Kirschen mit Stein zu verwenden, die entsteinten Kirschen haben aber auch den Nachteil, dass sie mehr Saft abgeben und damit den Teig flüssiger machen. Heute dürften jedoch in der Regel eingekochte oder zumindest entsteinte Kirschen verwendet werden. Aber auch andere Früchte sind denkbar, die teilweise vor der Verwendung kleingeschnitten werden müssen. Optimal ist eine Größe, die etwa der der Kirschen entspricht. Die amerikanische Köchin Ina Garten kreierte eine Variante mit Pfirsichen. Aber auch herzhafte Varianten z. B. mit Champignons sind denkbar. Im Theaterstück "Der Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza werden für das Clafoutis, das die Gastgeber servieren, Äpfel und Birnen verwendet.

Teig[Bearbeiten]

Der Teig ist je nach Rezept sehr unterschiedlich. Tim Mälzer fügt in seinem Buch „Schmeckt nicht gibts nicht“ dem Teig Marzipanrohmasse zu, in anderen Fällen sorgt ein Schuss Kirschwasser für Extravaganz. In der Regel dürfte es sich um einen flüssigen Teig handeln, der entweder dem Pfannkuchenteig ähnelt oder diesem entspricht. In einer einfachsten Variante besteht er nur aus Eiern, Mehl, Milch und Zucker.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tim Mälzer: Schmeckt nicht gibts nicht.
  • Sabine Sälzer: Die echte Jeden-Tag-Küche.
  • Moritz Hinz.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Clafoutis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien