Claude-Joseph Geoffroy

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Claude-Joseph Geoffroy, auch Geoffroy le Jeune (Geoffroy der Jüngere), (* 9. August 1685; † 9. März 1752) war ein französischer Botaniker, Mykologe und Apotheker.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Nachdem Geoffroy zunächst als Kaufmann tätig war, beschäftigte er sich ab 1703 mit Pharmazie. Er studierte Botanik bei Joseph Pitton de Tournefort und machte mit diesem botanische Exkursionen unter anderem in Südfrankreich. 1711 wurde er Mitglied der „Academie Royale des Sciences“, und wurde für die Jahre von 1718 bis 1720 mit der Aufsicht über die Apotheken von Paris betreut. 1731 wurde er als Inspektor in einem Pariser Krankenhaus ernannt.

Zwischen 1707 und 1751 veröffentlichte Geoffroy in den Memoires de mathematique et physique der Akademie eine Reihe von Beiträgen insbesondere zu Chemie und Botanik, beispielsweise über die Struktur und Funktion der Blüte („Observations sur la structure et l'usage des principales parties de fleurs“ 1711). Dabei vertrat er unter anderem die Auffassung, dass auch Pilze Blüten bilden würden. Es wird vermutet, dass er diese Ansicht im wesentlich auf die Erkenntnissen von Rudolf Jacob Camerarius stützte, der seine Entdeckungen über die Sexualität der Pflanzen zwar nicht publiziert, aber in Botaniker-Kreisen bekannt gemacht hatte.

Sein Bruder Étienne François Geoffroy, Geoffroy der Ältere, Geoffroy l'Ancien (1672–1731) war französischer Chemiker und praktizierender Arzt.