Claudia Pulchra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Claudia Pulchra (* um 12 v. Chr.) war eine römische Adlige.

Leben[Bearbeiten]

Claudia Pulchra war die Tochter der Claudia Marcella der Jüngeren aus deren zweiten, frühestens 13 v. Chr. geschlossenen Ehe mit Marcus Valerius Messalla Barbatus Appianus und enge Freundin ihrer Cousine 2. Grades Agrippina der Älteren. Sie vermählte sich mit Publius Quinctilius Varus und gebar ihm einen Sohn Quinctilius Varus. 9 n. Chr. fiel ihr Gatte in der berühmten Varusschlacht gegen Arminius. 26 n. Chr. wurde Claudia Pulchra ein Opfer der Hochverratsprozesse Seians. Claudia wurde von Gnaeus Domitius Afer wegen (angeblich) versuchter Vergiftung des Kaisers, Hexerei und Unzucht mit Furnius angeklagt. Laut Tacitus war das eigentliche Ziel dieser Anklage die im Volk beliebte Agrippina, die Witwe des Germanicus und Mutter der designierten Nachfolger von Kaiser Tiberius. Agrippina, die dies durchschaute, verwendete sich bei Tiberius für sie, wurde aber abgewiesen. Claudia und ihr angeblicher Liebhaber wurden verurteilt, während Domitius Afer Karriere machte.[1] Auch ihr Sohn fiel im folgenden Jahr Seians und Domitius Afers Intrigen zum Opfer.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Tacitus, Annalen 4, 52, 1ff.; 4, 66, 2; Cassius Dio 59, 19, 1.
  2. Tacitus, Annalen 4, 66, 1.