Confessional Poetry

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Confessional Poetry (von engl. confession, „Geständnis“, „Eingeständnis“, „Beichte“ und engl. poetry für „Dichtung“, „Poesie“) bezeichnet poetische Werke, welche intime, häufig wenig schmeichelhafte Details aus dem Leben des Poeten bzw. der Poetin hervorheben, wie zum Beispiel psychische Krankheiten oder sexuelle Erfahrungen.

Der Begriff wurde erstmals 1959 von dem Literaturkritiker M. L. Rosenthal in einer Rezension der Prosa- und Gedichtsammlung Life Studies von Robert Lowell verwendet, in der Lowell unter anderem seine gestörten familiären Beziehungen psychoanalytisch zu deuten versucht und die Auseinandersetzung mit seiner eigenen manisch-depressiven Erkrankung offenlegt.[1]

Die Bezeichnung „Confessional Poet“ wurde zahlreichen Schriftstellern vor allem der 1950er und 1960er Jahre zugeordnet. John Berryman, Allen Ginsberg, Robert Lowell, Sylvia Plath, Theodore Roethke, Anne Sexton und W. D. Snodgrass wurden allesamt als „Confessional Poets“ bezeichnet. Zu den bewusst bekenntnishaft schreibenden Lyrikerinnen zählt seit Beginn der achtziger Jahren jedoch ebenso Sharon Olds, deren Fokus unter dem Einfluss Ginsbergs verstärkt auf tabuisierteThemen wie das Erleben der eigenen Sexualität oder die Erfahrung von Gewalt und Missbrauch in der eigenen Familie gerichtet ist.[2]

Einige zentrale Texte der Amerikanischen „Confessional School of Poetry“ beinhalten Lowells Life Studies, Plaths Ariel, Berrymans The Dream Songs, Snodgrass' Heart's Needle, und Sextons To Bedlam and Part Way Back.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Confessional poetry und Robert Lowell. Auf: Poetry Foundation. Abgerufen am 15. Mai 2015. Siehe auch Alfred Hornung: Confessional Poets. In: Hubert Zapf: Amerikanische Literaturgeschichte. Metzler Verlag, 2. akt. Auflage, Stuttgart u. Weimar, ISBN 3-476-02036-3, S. 315-317, hier S. 316.
  2. Siehe Sharon Olds: Blood, sweat and fears. In: The Independent, 27. Oktober 2006. Abgerufen am 17. Mai 2015. Vgl. auch eigenen Aussagen von Sharon Olds über ihr Werk, aus einem Interview zitiert in Fine Print: Poet Sharon Olds Chronicles the End of Her Marriage in a New Collection. In: Vogue, September 2012. Abgerufen am 15. Mai 2015.
  3. Vgl. Alfred Hornung: Confessional Poets. In: Hubert Zapf: Amerikanische Literaturgeschichte. Metzler Verlag, 2. akt. Auflage, Stuttgart u. Weimar, ISBN 3-476-02036-3, S. 315-317.