Cornhole

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Cornhole

Cornhole, auch bekannt als Bean Bag, ist ein Freizeitspiel, bei dem mehrere Spieler abwechselnd mit Mais gefüllte kleine Säcke (Bean Bags) auf eine angehobene Plattform mit einem Loch werfen. Bleibt ein Säckchen auf der Plattform liegen, ist ein Punkt erzielt, fällt ein Säckchen in das Loch, sind drei Punkte erzielt. Das Spiel ist vor allem in den Vereinigten Staaten populär, erfreut sich aber auch einer wachsenden Fangemeinde in Deutschland und der Schweiz.

Regeln[Bearbeiten]

Cornhole Spiel

Allgemeine Spielregeln[Bearbeiten]

Double[Bearbeiten]

Ein Spiel wird mit vier Spielern gehalten, die jeweils Zweierteams bilden. Sie verteilen sich jeweils links und rechts in die so genannten Pitcher's Box, die sich neben der Cornhole-Plattform der Gegner befinden. Jeder Spieler wirft nun auf die gegenüberliegende Cornhole-Plattform jeweils vier Säckchen. Die Spieler haben zwanzig Sekunden Wurfzeit. Die beiden Cornhole-Plattformen stehen vom Loch gemessen 10 Meter (33 ft.) auseinander.

Der Aufbau eines typischen Double-Spieles.

Single[Bearbeiten]

Ein Single-Spiel wird mit nur zwei Spielern gehalten, die gegeneinander spielen. Die anderen Regeln vom Double werden übernommen.

Punkte[Bearbeiten]

Allgemein gilt, dass ein Säckchen, das nach dem Wurf ohne den Boden zu berühren auf der Cornhole-Plattform liegen bleibt, einen Punkt zählt, und ein Säckchen das in das Cornhole-Loch fällt drei Punkte zählt. Jedoch können auch Punkte verloren gehen, wenn ein Spieler ein Säckchen mit einem anderen Säckchen von der Plattform stößt. Außerdem kann ein Säckchen, welches auf der Plattform liegt, mithilfe eines anderen Säckchens in das Cornhole-Loch geschoben werden. Säckchen, die auf der Plattform liegen aber den Boden berühren sind ungültig, und werden sofort von der Plattform entfernt. Der Spieler, der als erstes 21 Punkte erzielt, hat das Spiel gewonnen.

Geschichte[Bearbeiten]

Es ist unbekannt, wo der wahre Ursprung des Spieles liegt, obwohl es Vermutungen und Geschichten über den Ursprung des Cornholes gibt. Eine Vermutung besagt, dass das Spiel erstmals im 14. Jahrhundert in Deutschland gespielt wurde und im letzten Jahrhundert in Ohio wiederentdeckt wurde. Es gibt Augenzeugen, die besagen, dass Indianer (vorwiegend der Blackhawk-Stamm) nahe Illinois ein sehr ähnliches Spiel gespielt haben. Das Spiel gewann in den 1990ern erhebliche Popularität in Athens, Ohio und East Lansing, Michigan, an den Universitäten Ohio University und Michigan State University. Seither etablierte es sich als fester Bestandteil des in den Vereinigten Staaten sehr verbreiteten Tailgating (von englisch tailgate, ‚Heckklappe‘), einem sozialen Event im Vorfeld zahlreicher Sportveranstaltungen, bei dem auf Veranstaltungsparkplätzen gemeinsam gegrillt und getrunken wird.

In Deutschland wurde das Spiel in der Sendung Schlag den Raab vom Dezember 2011 im Rahmen des Wettstreits vorgestellt und somit erstmals einem breiteren Publikum bekannt. Der Deutsche Cornhole Verband richtete am 16. und 17. Juni 2012 die erste offizielle Deutsche Meisterschaft im Cornhole in Hannover aus.

Deutsche Meister[Bearbeiten]

Deutsche Meister im Cornhole seit 2012:[1]

  • 2012 Hannover:
    • Damen: Maya Göbel (Witten)
    • Herren: Kim Kant (Pinneberg)
  • 2013 Lindhorst:
    • Damen: Nadine Hattendorf (Reinsen)
    • Herren: Timo Nerge (Beckedorf)
    • Damen Doppel: Linda Fornefeld und Veronika Becker (beide Witten)
    • Herren Doppel: Timo Nerge (Beckedorf) und Mario Schlinke (Lindhorst)
  • 2014 Nendingen:
    • Damen: Annette Timm (Schenefeld)
    • Herren: Uwe Thome (Quierschied)
    • Damen Doppel: Nadine Hattendorf (Stadthagen/Reinsen) und Sina Schirmer (Lindhorst)
    • Herren Doppel: Manfred Ullmann (Nürnberg) und Christian Trampert (Pellingen)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Deutsche Meisterschaft im Cornhole. Website des Deutschen Cornhole Verbands, abgerufen am 28. Mai 2014.