Coronel Fabriciano

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Coronel Fabriciano
-19.518888888889-42.628888888889Koordinaten: 19° 31′ S, 42° 38′ W
Karte: Brasilien
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Coronel Fabriciano

Coronel Fabriciano auf der Karte von Brasilien

Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Minas Gerais
Stadtgründung 1948
Einwohner 103.797 (2010)
Stadtinsignien
Brasão Coronel Fabriciano.svg
Bandeira Coronel Fabriciano.png
Detaildaten
Fläche 221,049 km²
Bevölkerungsdichte 470 Ew./km²
Stadtvorsitz Francisco Simões
Website www.fabriciano.mg.gov.br/
Lage der Coronel Fabriciano im Bundesstaat Minas Gerais
Lage der Coronel Fabriciano im Bundesstaat Minas Gerais
Stadtzentrum in Coronel Fabriciano
Stadtzentrum in Coronel Fabriciano

Coronel Fabriciano ist eine Stadt in der Metropolenregion Vale do Aço (Tal des Stahls) im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Sie ist 13 km von Ipatinga und 198 km von Belo Horizonte entfernt.

Im Jahr 2010 lebten ca. 104.000 Menschen auf einer Fläche von 221,05 km². Das Pro-Kopf-Einkommen betrug im Jahr 2004 R$ 3.031.

Coronel Fabriciano liegt im Gebiet der Serra dos Cocais. Die Kirche Igreja Matriz de São Sebastião ist ein bedeutendes historisches Gebäude der Stadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Aus Leopoldina zog um 1800 Francisco Rodrigues Franco hierher. Er ließ sich in dieser unbewohnten Gegend nieder und gilt heute als Stadtgründer und erster Bewohner des Ortes. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts zogen einige weitere Familien in die Gegend und gründeten Farmen. Es entwickelten sich erste Siedlungsstrukturen. [1]

1922 wurde der Bau der Eisenbahnstrecke Estrada de Ferro Vitória-Minas (EFVM) wieder aufgenommen, nachdem er auf Grund des ausgebrochenen Ersten Weltkrieges 1914 unterbrochen worden war. 1929 errichteten die Bauarbeiter hier eine erste Kirche. 1936 ließ sich das Stahlunternehmen Companhia Siderúrgica Belgo Mineira in Calado nieder, das seit 1933 als Sitz der Kreisverwaltung fungierte, um Holz zu schlagen und hier fortan Holzkohle zu produzieren, für die Hochofenanlage in João Monlevade. In der Folge wuchs der Ort und erhielt eine Vielzahl neuer Straßen und ein Krankenhaus, insbesondere um der Gelbfieberepidemie zu begegnen. Mit der nahen Ansiedlung der Stahlunternehmens Companhia de Aços Especiais Itabira (Acesita) erhielt der Ort einen weiteren bedeutenden Wachstumsimpuls.[2]

Am 27. Dezember 1948 unterschrieb Milton Campos, damaliger Gouverneur von Minas Gerais, die Gründungsakte des Kreises Coronel Fabriciano. Am 1. Januar wurde die Kreisverwaltung eingerichtet, als tatsächliches Gründungsdatum wurde der 20. Januar 1949 vermerkt. Am 15. März 1949 trat erstmals die nunmehr komplett formierte Stadtverwaltung zusammen, Bürgermeister (Prefeito) wurde Dr. Rubem Siqueira Maia. Nachdem bisher nur eine Grundschule am Ort existierte, wurde 1950 mit dem Colégio Angélica eine erste weiterführende Schule durch das Erzbistum Mariana eingerichtet. 1972 wurde die Hochschule Universidade do Trabalho eingerichtet, das heutige Centro Universitário do Leste de Minas Gerais (Unileste-MG).[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bau der Eisenbahnstrecke Estrada de Ferro Vitória-Minas (EFVM), von Vitória kommend, wurde bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 eingestellt und erst 1922 wiederaufgenommen. Die seit Ende der 1920er Jahre funktionierende Strecke trug maßgeblich zur industriellen Entwicklung der Region bei. Am 29. Januar 1979 fuhr der letzte Personenzug durch Coronal Fabriciano, die Eisenbahnstrecke wurde danach für den Personenverkehr geschlossen. Seither hat der private Fernbusverkehr diese Funktion vollständig übernommen.

Die Rodovia Fernão Dias ist als BR-381 die wichtigste Verbindungsstraße der Stadt. Sie führt als Avenida Presidente Tancredo de Almeida Neves auch durch das Ortszentrum.

Sportvereine[Bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten]

Automobilsport[Bearbeiten]

  • Jipe Clube Vale do Aço

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ortsgeschichte auf der Website der Stadtverwaltung (port.), abgerufen am 25. Januar 2014
  2. dito
  3. Die Geschichte des Kreises auf der Website der Stadtverwaltung (port.), abgerufen am 25. Januar 2014