Dünung

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Beispiel für Dünungswellen

Mit Dünung bezeichnet man Wellen, die bereits aus dem Windgebiet (engl. fetch) und damit ihrem Entstehungsgebiet herausgelaufen sind (vgl. Windsee) und sich somit bereits Ordnungsmechanismen gegenüber erneutem Energieeintrag (Wind) durchsetzen und zu einer Homogenisierung der Wellenstruktur (Wellenhöhe, Wellenlänge, Periode, Richtung, Gruppenbildung) beitragen. (vgl. Orbitalbewegung)

Eine Dünung (oder Schwell/ engl. swell) ist also eine bereits geordnete, anfänglich oft chaotische Windsee. Beim Übergang von der Windsee zur Dünung nimmt die Wellenhöhe ab und die Wellenlänge zu. Die Gesamtheit aller Wellen aus Dünung und Windsee bezeichnet man als Seegang. Treffen sich Dünungen oder auch Windseen aus unterschiedlichen Richtungen kommt es zu einer Kreuzsee mit teils unerwartet hohen Einzelwellen (Kaventsmännern).

Erreicht eine Dünung den Flachwasserbereich (etwa den Kontinentalsockel/ Schelf), so bekommen die Wellenböden Kontakt zum Meeresboden, also Grundberührung und man spricht dann von Grundsee. Trifft die Grundsee dann auf Untiefen oder die flache Brandungszone an der Küste, wird der Boden der Welle stärker abgebremst als der Wellenkamm, welcher hierauf den Wellenboden überholt - die Welle bricht. Hier spricht man dann von Brandung.

Die Stärke der Dünung hängt von der ihr vorausgehenden Windsee ab, aus der sie entsteht. Je grösser die Fläche, je höher die Stärke, je länger die zeitliche Dauer und je einheitlicher die Richtung mit der der Wind auf die Wasseroberfläche einwirkt, umso ausgeprägter wird die daraus resultierende Windsee und folglich im Anschluss die Dünung, die dann einige tausend Kilometer über die Weltmeere wandern kann, bevor sie sich an einer Küste zur Brandung (engl. surf) wandelt.

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