Dębice (Woiwodschaft Westpommern)

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Dębice (deutsch Eichenwalde) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Westpommern, bei der Kleinstadt Maszewo (deutsch Massow) zu dessen Stadt- und Landgemeinde es gehört.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Dębice liegt in Hinterpommern, etwa 6,5 Kilometer nordöstlich von Maszewo, 21 Kilometer östlich von Goleniów (Gollnow) und 38 Kilometer östlich von Stettin (Szczecin).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ortschaft gehörte in älterer Zeit zu einem Gutsbezirk, zu dem außer Groß-Benz[1] auch Klein-Benz[2] und das Rittergut Faulenbenz[3] (älterer Ortsname: Vulenbenze) sowie der zugehörige Amtsbezirk Faulenbenz gehörten. Am 28. November 1884 wurde Faulenbenz auf Antrag des Rittergutsbesitzers Carl Heller in Eichenwalde umbenannt, so dass der Amtsbezirk fortan Amtsbezirk Eichenwalde hieß.[4] Um 1780 hatte der Gutsbezirk zum Saatziger Kreis gehört.

Archäologische Funde belegen, dass die Gemarkung von Eichenwalde bereits in ältester Zeit besiedelt war. Einem Reisebericht des Bischofs und Missionars Otto von Bamberg ist zu entnehmen, dass er im Jahr 1124 an diesem Ort taufte und wohl auch 1125 hier anwesend war. Nach ihm ist der auf der Gemarkung vorhandene 1,5 Meter breite und zwei Meter tiefe Otto-Brunnen benannt, den er zur Taufe benutzt haben soll.[5]

Um 1930 hatte die Gemarkung der Gemeinde Eichenwalde eine Flächengröße von 11,6 km². Auf der Gemarkung gab es zwei Wohnorte mit insgesamt 76 Wohngebäuden:

  1. Benzrode
  2. Eichenwalde

Im Jahr 1925 wurden 503 Einwohner gezählt, die auf 106 Haushaltungen verteilt waren.[6]

Vor 1945 gehörte Eichenwalde zum Landkreis Naugard im Regierungsbezirk Stettin der Provinz Pommern.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs flohen die Einwohner vor der heranrückenden Roten Armee. Die Flucht in den Westen gelang jedoch nicht allen, nachdem sie von den sowjetischen Truppen überrollt worden waren, wurden viele gezwungen zurückzukehren. Nach Kriegsende wurde Eichenwalde zusammen mit ganz Hinterpommern unter polnische Verwaltung gestellt. Die verbliebene deutsche Bevölkerung wurde am 24. Juni 1945 von den Polen in Richtung Westen über die Oder vertrieben.[7]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Gemarkung der Gemeinde verläuft die Wojewodschaftsstraße 106, die von Stargard Szczeciński (Stargard in Pommern) über Kołobrzeg (Kolberg) nach Nowogard (Naugard) führt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Georg Grams: Unsere Heimat Hinterpommern – Eichenwalde – Die Menschen und ihr Schicksal: Von der Besiedelung bis zur Vertreibung. Max Schick GmbH, München 2003, ISBN 3-9803273-2-9.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- Und Hinterpommern. Teil II, Band 1, Stettin 1784, S. 304-305.
  2. Brüggemann (1784), S. 305, Nr. 2.
  3. Brüggemann (1784), S. 258-259, Nr. 3.
  4. Hans-Georg Grams: Unsere Heimat Hinterpommern – Eichenwalde – Die Menschen und ihr Schicksal: Von der Besiedelung bis zur Vertreibung. Max Schick GmbH, München 2003, ISBN 3-9803273-2-9, S. 157-158.
  5. Grams (2003), S. 156-157.
  6. Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: Die Gemeinde Eichenwalde im ehemaligen Kreis Naugard in Pommern (2011)
  7. Grams (2003), S. 308.

53.53515.119166666667Koordinaten: 53° 32′ N, 15° 7′ O