Daladala

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Daladala auf Sansibar

Unter dem Begriff Daladala (auch in der Schreibweisen Dala-Dala, Dalladalla und Dalla-Dalla) versteht man in Ostafrika, insbesondere aber in Kenia und Tansania, Kleinbusse, Pickups aber auch mittelschwere LKW (Fabrikat Isuzu oder Tata), mit denen überwiegend der Personennahverkehr erfolgt. Die von Privatpersonen betriebenen Daladalas verkehren ohne Fahrplan auf festen nummerierten Routen und fahren am Ausgangspunkt los, sobald sie voll besetzt sind. Da es keine staatlichen Busgesellschaften gibt, sind sie das Standardmassenverkehrsmittel auf den Inseln Unguja und Pemba. Für europäische Besucher ungewohnt ist dabei die Aufnahme von großen Zahlen an Passagieren auf engstem Raum. Aufgrund verstärkter Polizeikontrollen ist aber ein völliges Überfüllen der Fahrzeuge heutzutage kaum noch gebräuchlich.

Die Bezeichnung Daladala leitet sich vermutlich von dem früher in weiten Bereichen von Ostafrika als Währungseinheit gebräuchlichen (Maria-Theresia) Taler ab. Der "Schaffner" eines Daladala klopft mit einer Münze an die Karosserie, um den Fahrer das Halten oder Anfahren zu signalisieren.

Während auf dem Archipel von Sansibar und in Tansania der Begriff Dalla-Dalla ausschließlich verwendet wird, nennt man die Fahrzeuge in Kenia Matatu (Swahili: drei).

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