Sammeltaxi
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Ein Sammeltaxi ist eine spezielle Art von Taxi, bei der der Anbieter einen festgelegten Anfangs- und Endpunkt hat (zum Beispiel die Verbindung zwischen zwei Städten). Je nach Vereinbarung kann der Endpunkt vom Kunden festgelegt werden, beispielsweise vom Flughafen zum Wohnort der Fahrgäste. Meist werden Kleinbusse mit (offiziell) 7-10 Sitzplätzen eingesetzt, kleine Pkw mit vier Sitzplätzen eher selten. Zu Unterscheiden ist das Sammeltaxi vom Anruf-Sammeltaxi.
[Bearbeiten] International
Die Form eines Sammeltaxis ist in Afrika und Lateinamerika weit verbreitet.
- In Afrika wird es unter anderem Buschtaxi oder nach französischer Übersetzung taxi (de) Brousse und auf den Kapverdischen Inseln Aluguer genannt. Diese Art der Beförderung kann innerhalb einer Stadt oder zwischen Städten beziehungsweise Dörfern existieren. Der Preis wird vor Fahrtantritt ausgehandelt. In solch einem Sammeltaxi darf üblicherweise auf der vorgeschriebenen Strecke beliebig ausgestiegen werde. Einsteigen ist allerdings nur am Anfangspunkt und nicht mehr innerhalb des Streckenabschnitts möglich. In Ostafrika heißen sie Matatu
- In Lateinamerika lauten die Bezeichnungen der Sammeltaxis „Collectivos“ oder Publico. Sie sind eine preiswerte Alternative gegenüber dem „normalen“ Taxi.
- In Marokko heißen sie “Grands Taxis”, Fahrgäste werden auch unterwegs mitgenommen, wenn noch Plätze frei sind. Taxis werden dort mit bis zu sechs Fahrgästen belegt.
- In Russland und den angrenzenden Gebieten werden Sammeltaxis als „Marschrutka“ bezeichnet. Dort gilt jedoch meist ein fixer Fahrpreis mit Zu- und Ausstiegsmöglichkeiten auf der gesamten Strecke.
- Sammeltaxis wie den Dolmuş in der Türkei gibt es weltweit in vielen Ländern.
- in Israel Scherut, im Irak Coaster und in Tansania Daladala.
- In Tunesien werden diese Verkehrsmittel als Louage bezeichnet.
- In Indonesien fährt man mit dem Bemo, auf den Philippinen mit dem Jeepney.
Private Sammeltaxidienste konnten sich überall dort entwickeln, wo der ÖPNV nicht vorhanden oder unterentwickelt ist. In einigen Fällen (zum Beispiel in Johannesburg) treten die Sammeltaxibesitzer organisiert und massiv gegen die Einrichtung von öffentlichen Buslinien ein, weil sie um ihre Existenzgrundlage fürchten.

