Darmstädter Burschenschaft Germania

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Die Darmstädter Burschenschaft Germania ist eine 1869 gegründete Studentenverbindung an der Technischen Universität Darmstadt.

Allgemeines und Prinzipien[Bearbeiten]

Die Burschenschaft Germania ist eine farbentragende, freischlagende Burschenschaft, die keinem Dachverband angehört. Der Wahlspruch lautet Gott, Freiheit, Ehre, Vaterland. Mitglieder können alle männlichen Studenten werden, die an einer der Darmstädter Hochschulen eingeschrieben sind. Das Verbindungshaus befindet sich in der Darmstädter Innenstadt in unmittelbarer Nähe der Gebäude der TU Darmstadt.

Couleur[Bearbeiten]

Wie die meisten Studentenverbindungen tragen die Mitglieder ein Band als Erkennungszeichen. Burschen tragen ein schwarz-weinrot-goldenes Band und Füchse ein weinrot-gold-weinrotes Band, jeweils mit goldener Perkussion. Die Mützenfarbe ist orange.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Darmstädter Burschenschaft Germania wurde am 2. November 1869 gegründet. 1955 spaltete sich die ursprüngliche Verbindung in die später so benannte "Darmstädter Burschenschaft Germania" und die "Alte Darmstädter Burschenschaft Germania" auf, weil die Deutsche Burschenschaft die Bestimmungsmensur 1954 wieder einführte, was zu einem Austritt aus der Deutschen Burschenschaft und der anschließenden Trennung führte. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Studentische Fechten und die Mensur nur von wenigen Einzelmitgliedern der Darmstädter Burschenschaft Germania durchgeführt.

Segelfliegen[Bearbeiten]

Als eine Besonderheit der Burschenschaft Germania kann man die Tatsache sehen, dass alle aktiven Mitglieder an der Segelflugschulung teilnehmen müssen, die von der Akaflieg DB auf dem Dörnberg in Nordhessen organisiert wird. Bereits seit 1931 werden auf dem Dörnberg Segelfluglehrgänge der Burschenschafter durchgeführt.

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

Bekannte Mitglieder sind u.a. Otto Schwab, 1933/34 Bundesführer der Deutschen Burschenschaft, August Föppl, Erfinder der Föppl-Klammer in der technischen Mechanik und der Elektrotechnikprofessor Waldemar Petersen. Ebenfalls Mitglied war Heinrich Thörner, stellvertretender Vorsitzender der AEG, der Vorsitzender vieler Verbände war und u.a. als Verfechter des Europa-Gedanken galt. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er 1960 das Große Bundesverdienstkreuz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Georg Balder: Die Deutsche(n) Burschenschaft(en) – Ihre Darstellung in Einzelchroniken. Hilden 2005, S. 111–113.

Weblinks[Bearbeiten]