August Föppl

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August Otto Föppl (* 25. Januar 1854 in Groß-Umstadt, Hessen; † 12. Oktober 1924 in Ammerland) war ein deutscher Statiker und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten]

Föppl studierte Bauwesen an der Polytechnischen Schule Darmstadt und unterrichtete zunächst an der Baugewerkschule in Holzminden und der Gewerbeschule Leipzig.

1893 bis 1922 war August Föppl Professor für Technische Mechanik und grafische Statik am Lehrstuhl Technische Mechanik und Graphische Statik (heutiger Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Werkstoffmechanik) der Technischen Hochschule München sowie des Mechanisch-Technischen Laboratoriums (heute: Staatliches Materialprüfamt für den Maschinenbau).

Er war Gründungsbursche der Darmstädter Burschenschaft Germania/Alte Darmstädter Burschenschaft Germania im Jahre 1869, während seines Studiums in Darmstadt.

Föppl führte Experimente zu Kreiseln und Schwingungen durch. In der Theorie führte er z. B. die Föppl-Klammer ein.

Arnold Sommerfeld bezeichnet ihn als einen „hochverdienten Forscher und Lehrer aus allen Gebieten der angewandten Mechanik” und weist darauf hin, dass Föppl der erste war, der Heavisides Vektorrechnung in Deutschland vertreten hat. Seine Einführung in die Maxwellsche Theorie der Elektrizität (Leipzig 1894) war das erste deutschsprachige Lehrbuch zu Maxwells Theorie der Elektrodynamik.[1] Dieses Lehrbuch wurde auch zu einer wichtigen Quelle für Albert Einstein bei seinen Überlegungen zur Elektrodynamik bewegter Körper bzw. für die spezielle Relativitätstheorie.

Einer seiner ersten Doktoranden war Ludwig Prandtl, der später sein Schwiegersohn wurde.

2002 führte die TU München die Föppl-Medaille ein, mit der Mitarbeiter für besonderes Engagement in der beruflichen Ausbildung ausgezeichnet werden.

Familie[Bearbeiten]

Er heiratete Emilie Schenck (1856–1924).[2] Ihre Kinder waren Gertrud (∞ Ludwig Prandtl), Otto Föppl (1885–1963; Professor für technische Mechanik an der TH Braunschweig), Else (∞ Hans Thoma, 1887–1973, Professor für Elektrotechnik in Karlsruhe[3]) und Ludwig Föppl (1887-1976; Maschinenbauingenieur).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arnold Sommerfeld, Vorlesungen über Theoretische Physik, Band II, Mechanik der deformierbaren Medien, S. 108, Harri Deutsch, Frankfurt/Main, 1978, ISBN 978-3-87144-375-6
  2. Erich Truckenbrodt: Prandtl, Ludwig. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 671 f. (Digitalisat).
  3. http://www.ieh.kit.edu/geschichte.php

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]