David M. Raup

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David Malcolm Raup (* 24. April 1933 in Boston, Massachusetts[1]) ist ein US-amerikanischer Paläontologe.

Leben[Bearbeiten]

Raup studierte an der University of Chicago (Bachelor 1953) und an der Harvard University mit dem Master-Abschluss 1955 sowie der Promotion in Geologie 1957. 1956/57 war er Instructor für Paläontologie der Wirbellosen am Caltech und war ab 1957 Assistant Professor und dann Associate Professor an der Johns Hopkins University und ab 1966 Associate Professor und dann Professor an der University of Rochester. Ab 1982 war er Professor für Evolutionsbiologie an der University of Chicago, wo er 1994 emeritierte; danach zog er auf die Insel Washington Island im Lake Michigan. Er war unter anderem Gastprofessor an der Universität Tübingen (1965, 1972), an der Universität Chicago (1977, 1978) und war auch am Field Museum of Natural History in Chicago Kurator, 1978 bis 1980 Vorstand der geologischen Abteilung und 1980 bis 1982 Dekan für Wissenschaft.

1997 erhielt er die Paleontological Society Medal der Paleontological Society, deren Präsident er 1976/77 war, und 1973 deren Charles Schuchert Award. Er ist Fellow der National Academy of Sciences und der American Academy of Arts and Sciences.

Er beschäftigte sich unter anderem mit Massenaussterben, wobei er mit seinem Kollegen Jack Sepkoski einen Zyklus von 26 Millionen Jahren vorschlug.[2] Als mögliche Ursache wurde die Nemesis-Hypothese vorgeschlagen.

David M. Raup ist seit 1987 verheiratet und hat ein Kind.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Steven M. Stanley Principles of Paleontology, Freeman 1971, 2. Auflage 1978
  • Herausgeber mit David Jablonski Patterns and processes in the history of life, Dahlem workshop 1985, Springer Verlag 1986
  • Extinctions. Bad genes or bad luck?, Norton 1991, deutsche Ausgabe: Ausgestorben, Köln, vgs 1992
  • The Nemesis Affair: A Story of the Death of Dinosaurs and the Ways of Science, Norton 1999, deutsche Ausgabe Der schwarze Stern: wie die Saurier starben; der Streit um die Nemesis-Hypothese, Rowohlt 1990
  • Raup, Sepkoski Mass extinctions in the fossile marine record, Science, Band 215, 1982, S. 1501, Abstract (statistische Unterstützung für vier grosse Massenaussterben im Ordovizium, Perm, Trias, Kreide)
  • Raup, Sepkoski The role of extinction in evolution, Proc. Nat. Acad. Sci., Band 91, 1994, S. 6758, pdf

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebens- und Karrieredaten nach American Men and Women of Science, Thomson Gale 2004
  2. Raub, Sepkoski Periodicity of extinctions in the geological past, Proc. Nat. Acad. Sci., Band 81, 1984, S. 801, pdf