DearS

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DearS (jap. ディアーズ, Diazu) ist eine Manga-Serie des Zeichnerduos PEACH-PIT. Der Manga, der von 2001 bis 2005 in ungefähr 1.400 Seiten erschien, wurde in vier Sprachen übersetzt und 2004 als Anime-Fernsehserie umgesetzt.

Handlung[Bearbeiten]

150 sogenannte „DearS“ – hochintelligente Außerirdische mit jugendlichem, attraktivem, menschlichem Aussehen – sind auf der Erde mit ihrem Raumschiff gestrandet. Seit ihrer Notlandung versuchen die DearS, sich in das Leben der Menschen zu integrieren. In diesem Bestreben haben einige DearS mittlerweile die japanische Staatsbürgerschaft erhalten. Damit die DearS, deren Sprache und Schrift sich sehr von denen der Menschen unterscheidet, mehr über die menschlichen Sitten lernen, werden sie auf zufällig gewählte Schulen geschickt und zum Leben bei einer menschlichen Gastfamilie aufgefordert. Eine Firma (die „Community“) stellt ständig neue DearS her.

Ein Jahr nach der Notlandung trifft der Oberschüler Takeya Ikuhara, der allein zur Untermiete wohnt, eines Nachmittages ein Mädchen, das ganz alleine an einem Busch liegt. Dieses Mädchen ist ganz nackt und halb verhungert. Aus Mitleid gibt er ihr seine Jacke, etwas zum essen und nimmt sie mit nach Hause. Dort entdeckt er, dass sie eine DearS ist. Da die DearS der japanischen Sprache noch nicht mächtig ist (was sie allerdings innerhalb einer Nacht erlernt), gibt er ihr den Namen Ren. Takeya, der von Anfang an den Außerirdischen misstrauisch gesinnt war, gewinnt Gefallen an Ren, so dass sie weiterhin bei ihm wohnen darf. Ren ist eine sogenannte „Nullnummer“, eine defekte DearS.

Da die DearS auf ihrem Heimatplaneten Sklaven waren, rechnen diese nicht mit einer „Rettung“ von der Erde. Deshalb versuchen sie, sich den Menschen als Sklaven anzubieten. Eine DearS ist so gestrickt, dass ihr größtes Glück das Befolgen von Befehlen ihres Herren ist. Nachdem Takeya dies erfährt, ist er entsetzt und will nicht, dass Ren ihn als neuen Herren sieht.

Charaktere[Bearbeiten]

Takeya Ikuhara

Takeya ist sehr faul und hasst es für die Schule zu lernen, was auch seinen Notendurchschnitt erklärt. Nach der Schule arbeitet Takeya bei einem Videoverleih, bei dem er ein paar erotische Filme für Ohiko ausleiht. Sein Chef wird meist handgreiflich, wenn sich Takeya danebenbenimmt, aber Takeya hat das Geld dringend nötig. Als Ren zum ersten Mal in sein Leben tritt ist er anfangs wenig begeistert und versucht ihr immer klarzumachen, dass sie ihn stört, allerdings merkt er im Laufe der Handlung, dass er Ren doch sehr gerne mag. Zudem teilt er Ohikos Meinung, eine DearS zu haben sei das Beste was es gibt, überhaupt nicht. Takeya ist es ziemlich unangenehm, dass Miu ein großes Interesse an ihm zeigt, freundet sich aber dennoch mit ihr an.

Ren

Ihr voller Name lautet Ren Ren Ren Nagusaran Rensia Rurunnren Nakora. Am Anfang der Serie wird sie von Takeya aufgezogen. Sie konnte vorerst kein Japanisch, was sie aber hinterher in bloß einer Nacht lernte. Sie ist ein defektes, süßes, manchmal auch naives Mädchen der DearS-Rasse. Nachdem Takeya sie aufnimmt, sieht Ren ihn als Meister, Herr und Gebieter an und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Sie ist eine sogenannte Nullnummer; ein defektes Produkt. Anfangs macht sie noch viel falsch, was ihren Herrn manchmal nervt. Sie versucht alles, um ihrem Herrn zu gefallen. Außerdem liebt sie Melonenbrötchen über alles und ernährt sich hauptsächlich davon. Da Takeya sie in der ersten Folge in seinen Schrank setzte ist das der liebste Ort für Ren und so auch ihr Schlafplatz.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

DearS kam in Japan von 2001 bis 2005 als Fortsetzungsgeschichte im Manga-Magazin Dengeki Comic Gao! heraus, in dem zu dieser Zeit etwa auch Natsumi Mukais +Anima veröffentlicht wurde. Der Media-Works-Verlag brachte die im Magazin veröffentlichten Einzelkapitel ab März 2002 auch in acht Sammelbänden heraus. Bis Ende 2004 verkauften sich die ersten sechs Sammelbände in Japan über 980.000 mal.[1]

Im März 2006 erschien ein Artbook mit Illustrationen zu DearS bei Media Works.

Der Manga wurde ins Englische, Deutsche, Französische und Italienische übersetzt. Im deutschen Sprachraum erschienen die acht Bücher der Comicserie von November 2004 bis Juni 2006 im Verlag Tokyopop.

Adaptionen[Bearbeiten]

Anime[Bearbeiten]

Im Animationsstudio Daume entstand eine Anime-Serie mit dreizehn Episoden auf Basis des Mangas. Während Takao Yoshioka für das Drehbuch und die Umsetzung verantwortlich war, führte Tetsuji Higuchi Regie. Produziert wurde die Serie von Bandai Visual und GENCO.

Vom 10. Juli bis zum 26. September 2004 wurden zwölf der Folgen wöchentlich auf dem japanischen Fernsehsender TV Kanagawa erstausgestrahlt. Die gesamte Serie wurde anschließend auf sieben DVDs veröffentlicht; auf einer der DVDs war die Zusatzepisode 9.5 enthalten, welche während der Produktion als 13. Folge geplant war, jedoch nicht ausgestrahlt wurde. Sie ist daher von der Handlung her zwischen den Episoden neun und zehn anzusiedeln. Der Anime erschien auch in den Vereinigten Staaten, in Frankreich sowie bei Tokyopop von September 2005 bis Mai 2006 auf fünf DVDs in Deutschland.

In Deutschland wurde die Serie ab 1. September 2007 auf Animax ausgestrahlt.[2]

Der Vorspann Love Slave (ラブスレイブ, Rabu Sureibu) stammt von Under17 und der Abspann Happy Cosmos von PoppinS.

Videospiel[Bearbeiten]

Im Juni 2004 erschien ein Ren’ai-Adventure für die PlayStation 2, in dem besonders der romantische Aspekt des Mangas stark hervorgehoben wurde. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Takeya und muss Aufgaben im Zusammenhang mit den weiblichen Figuren lösen.

Hörspiel[Bearbeiten]

Für das Radio entstand eine Hörspielreihe, bei der dieselben Sprecher wie bei der Fernsehserie und beim Videospiel auftreten.[3]

Rezeption[Bearbeiten]

Die deutsche Fachzeitschrift AnimaniA bewertete den Manga als „kein must-have“. Die Handlung sei „einfach gestrickt“: „Anstatt großer Überraschungsmomente wird leichte Unterhaltung mit einigen erotischen Anspielungen geboten. Ernstere und fesselnde Augenblicke stellen sich erst später ein, wenn Takeya's Eltern ins Spiel kommen und die Beziehung zu Ren intensiver wird.“ Der Manga erinnere zudem stark an Clamps Chobits.[3]

Den Vergleich mit Chobits zogen auch Helen McCarty und Jonathan Clements. Die Beziehung zwischen Takeya und Ren sowie die „unwillkommener-Gast“-Handlung seien zuvor schon ähnlich in Oh! My Goddess und Urusei Yatsura behandelt worden.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beschreibung der vierten DVD zum DearS-Anime bei discstation.co.jp (Japanisch)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatANIMAX Programmhighlights im September / Viele Serien-Neustarts und OVA-Special "Read or Die". Presseportal, 30. August 2007, abgerufen am 4. April 2009.
  3. a b Sabine Rudert: Außergewöhnliche Gesellschaft. In: AnimaniA, 12/2004, S. 24–25.
  4. Jonathan Clements, Helen McCarty: The Anime Encyclopedia. Revised & Expanded Edition. S. 135–136.