Deckglas
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Ein Deckglas ist ein dünnes, rechteckiges oder rundes Glasplättchen (häufig 18 x 18 mm). Es wird in der Mikroskopie zum Abdecken von Präparaten verwendet. Bei wässrigen Präparaten kann es Austrocknung verzögern. Wichtiger ist jedoch, dass eine glatte optische Oberfläche entsteht, durch die Lichtstrahlen ohne unberechenbare Ablenkung hindurchtreten können. Bei der Verwendung von Immersionsöl in der hochauflösenden Mikroskopie verhindert es eine Vermischung des Immersionsöls mit dem Präparat.
Das Deckglas ist Teil des optischen Abbildungsstrahlengangs und muss daher bei der Konstruktion des Objektivs berücksichtigt werden. Bei Objektiven, die für die Benutzung mit Deckglas berechnet wurden, leidet daher die Abbildungsqualität, wenn sie ohne Deckglas eingesetzt werden (und umgekehrt). Bis zu einer numerischen Apertur von 0,30 können Objektive jedoch üblicherweise sowohl mit als auch ohne Deckglas verwendet werden; Objektive für Öl-Immersion sogar bis zu einer numerischen Apertur von 1,25. Bei größeren numerischen Aperturen erzeugen eine falsche Dicke oder Brechzahl des Deckglases Bildfehler, besonders sphärische Aberration. Objektive sind daher international auf Deckgläser der Dicke 0,17 mm und der Brechzahl von ne=1,5255 genormt. Es sind jedoch auch Deckgläser anderer Dicken weit verbreitet, so dass für hochauflösende Mikroskopie auf die Verwendung der richtigen Deckgläser geachtet werden muss.
[Bearbeiten] Literatur
- ISO 8255-1:1986 (E): Optics and optical instruments -- Microscopes -- Cover glasses -- Part 1: Dimensional tolerances, thickness and optical properties

