Denim

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Denim
Denim.jpg
Bindung Kettköper
Traditionelles Material Baumwollfaser
Herkunft Frankreich
Nahaufnahme eines Denimgewebes mit schräg laufendem Köpergrat

Denim, eigentlich Serge de Nîmes (frz. „Gewebe aus Nîmes“), ist ein sehr robuster Baumwoll-/Hanffaserstoff in Köperbindung.

Traditionell wird für Denim ein Kettköper verwendet, bei dem nur der Kettfaden mit Indigo gefärbt, die Schussfäden jedoch ungefärbt sind. Früher wurden hauptsächlich Ringspinngarne verwendet, die jedoch wegen der höheren Produktionsgeschwindigkeit zeitweise von Open-End-Garnen größtenteils ersetzt wurden, bis die Ringgarne in den 1990er Jahren aufgrund ihrer typischen Struktur einen großen Anteil am modischen Aspekt moderner Jeans bekamen (Cross-Hedge-Optiken) und die Open-End-Garne wieder völlig verdrängten. Vor dem Weben werden die Kettfäden mit einer Färbung versehen, das heißt, das Garn ist nur von der Oberfläche her, jedoch nicht durchgehend gefärbt. Die Fäden werden entweder im Strang (Rope) oder aufgefächert nebeneinander (Slasher) gefärbt. Dabei passieren sie mehrfach das Färbebad mit dem reduzierten löslichen Küpenfarbstoff, um dann immer wieder an der Luft mit Sauerstoff in Kontakt gebracht zu werden. In der Regel geschieht das fünf- bis siebenmal. Je häufiger dieser Vorgang stattfindet, umso tiefer ist die Blaufärbung. Das Garn wird jedoch nie komplett durchgefärbt, weshalb man Jeans so gut auswaschen und durch Reibung (Stone-Wash) aufhellen kann.

Nach längerer Lagerung weisen Denim-Artikel oft gelbliche Stellen auf, die nach dem Waschen heller als der Rest des Kleidungsstückes sind. Dies kommt von einer Abbaureaktion des Indigo zu Isatin durch Ozon, nitrose Gase oder UV-Strahlung.

Denim bietet einen deutlich höheren UV-Schutz als andere Stoffe, da er besonders dicht gewoben und fest ist.