Der rote Korsar (Comic)

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Der rote Korsar (Barbe-Rouge) ist eine zwischen 1959 und 2004 erschienen frankobelgische Comicserie.

Handlung[Bearbeiten]

Der eigentliche Held der Serie ist Rick, dessen Eltern bei einem Überfall des roten Korsaren umkamen. Der rote Korsar adoptiert den Waisen und zieht ihn auf. Später findet Rick heraus, dass er einer einflussreichen französischen Adelsfamilie entstammt. Als tüchtiger Seefahrer kämpft er gegen Engländer und Spanier und wird sogar vom französischen König in den Dienst genommen. Der rote Korsar stellt ihm mit dem alten Dreifuß einen schlauen Ratgeber und mit dem Schwarzem Baba, einem ehemaligen Sklaven einen bärenstarken Beschützer zur Seite.

Hintergrund[Bearbeiten]

Jean-Michel Charlier schrieb die Serie, die zeichnerisch von Victor Hubinon umgesetzt wurde. Kurzfristig mussten Eddy Paape und Jijé einspringen, um Erscheinungslücken in Pilote zu verhindern. Als Victor Hubinon die Serie abgab, zeichnete Gilles Chaillet das laufende Album zu Ende. Die Nachfolge übernahm Jijé. Nach dessen Tod führte Jean-Michel Charlier die Serie mit zwei Zeichnern fort. Während Christian Gaty die begonnene Geschichte von Jijé weiterführte, begann Patrice Pellerin parallel dazu ein unabhängiges Abenteuer. Jean-Michel Charlier starb 1989. Jean Ollivier beendete das unvollendet gebliebene Szenario und veröffentlichte mit Christian Gaty weitere fünf Alben. Christian Perrissin schrieb die letzten vier Alben für Zeichner Marc Bourgne.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Die Serie erschien zwischen 1959 und 1968 unter dem Namen Le Démon des Caraïbes in Pilote[1] und zwischen 1979 und 1980 als Barbe-Rouge in Super As.[2] Zwei Kurzgeschichten wurden im Taschenbuchformat veröffentlicht. Die Albenproduktion wurde von Dargaud begonnen und durch andere Verlage fortgeführt.[3] Die Gesamtausgabe stammte von Dargaud.[4] Bastei veröffentlichte die Reihe erstmals im deutsche Sprachraum.[5] Das alte Zack[6] gab zwei Episoden heraus, die auch in Albenform gedruckt wurden.[7] Nach Carlsen und Ehapa[8] übernahm Kult[9] die Ausgabe der Alben.

Albenausgaben[Bearbeiten]

  • 1961: Der Teufel der Karibik[10] (Le démon des Caraïbes, Pilote, 1959–1960, 62 Seiten)
  • 1962: Der König der sieben Meere (Le roi des sept mers, Pilote, 1960–1961, 62 Seiten)
  • 1963: Der Sohn des Piraten (Le fils de Barbe-Rouge, Pilote, 1961, 46 Seiten)
  • 1964: Die Flucht aus Algier(Défi au Roy, Pilote, 1962, 46 Seiten)
  • 1965: Die Meuterei der Gefangenen (Les révoltés de l’océane, Pilote, 1962–1963, 46 Seiten)
  • 1966: Das Schiff der verlorenen Seelen (Le vaisseau fantôme, Pilote, 1963, 45 Seiten)
  • 1967: Die Totenkopfinsel (L’île de l’homme mort, Pilote, 1963–1964, 45 Seiten)
  • 1968: Die Falle der Spanier (Le piège espagnol, Pilote, 1964, 46 Seiten)
  • 1969: Das Ende des schwarzen Falken (La fin du faucon noir, Pilote, 1964, 46 Seiten)
  • 1970: Auf Leben und Tod (Mort ou vif, Pilote, 1964–1965, 46 Seiten)
  • 1971: Der Piratenschatz (Le trésor de Barbe-Rouge, Pilote, 1965, 46 Seiten)
  • 1971: In geheimer Mission (La mission secrète de l’épervier, Pilote, 1965–1966, 46 Seiten)
  • 1972: Der Pakt mit dem Teufel (Barbe-Rouge à la rescousse, Pilote, 1966, 47 Seiten)
  • 1972: Der Pirat ohne Gesicht (Le pirate sans visage, Pilote, 1966–1967, 46 Seiten)
  • 1973: Gefährliche Erbschaft (Khaïr le More, Pilote, 1967–1968, 47 Seiten)
  • 1973: Die Gefangene (La captive des Mores, Pilote, 1968, 46 Seiten)
  • 1974: Das Höllenschiff (Le vaisseau de l’enfer, 44 Seiten)
  • 1979: Entscheidung am Bosporus (Raid sur la corne d’or, Super As, 1979, 46 Seiten)
  • 1980: Die Insel der Verlorenen (L’île des vaisseaux perdus, Super As, 1979, 46 Seiten)
  • 1982: Das letzte Aufgebot des Falken[11][12] (Les disparus du faucon noir, 46 Seiten)
  • 1983: Die goldene Flotte[13] (Trafiquants de bois d’ébène, 45 Seiten)
  • 1984: Der letzte Herrscher der Azteken (L’or maudit de Huacapac, 46 Seiten)
  • 1987: Das Gold der Azteken (La cité de la mort, 46 Seiten)
  • 1987: Revolte auf Jamaika[13] (Les révoltés de la Jamaïque, 46 Seiten)
  • 1991: Piraten im Indischen Ozean[14][15] (Pirates en mer des Indes, 46 Seiten)
  • 1992: Die Verlobte des Großmoguls (La fiancée du grand Moghol, 46 Seiten)
  • 1994: Die Freibeuterin (La flibustière du sans pitié, 46 Seiten)
  • 1995: Freiheit für Tortuga (A nous la tortue, 46 Seiten)
  • 1996: Gold und Ruhm (L’or et la gloire, 46 Seiten)
  • 1997: Der Piratenkrieg (La guerre des pirates, 46 Seiten)
  • 1999: Der Teufel an Bord (L’ombre du démon, 46 Seiten)
  • 2000: Der Inkapfad (Le chemin de l’Inca, 46 Seiten)
  • 2001: Elisas Geheimnis - Teil 1 (Le secret d’Elisa Davis, 1re partie, 46 Seiten)
  • 2004: Elisas Geheimnis - Teil 2 (Le secret d’Elisa Davis, 2e partie, 46 Seiten)

Kurzgeschichten[Bearbeiten]

Von Jean-Michel Charlier und Victor Hubinon erschienen in Super Pocket Pilot, der Taschenbuchausgabe von Pilote, zwei Jugendabenteuer als Kurzgeschichten. Eine eigenständige Serie entstand 1996 mit Die Jugend des Roten Korsaren.

  • 1968 L’or du San Cristobal, 16 Seiten in Super Pocket Pilote 1
auf deutsch unter dem Titel Das Gold von San Cristobal in Zack Parade 4 (Nachdruck in Zack Parade 37)
  • 1969 Le cobra, 16 Seiten in Super Pocket Pilote 3
auf deutsch unter dem Titel Die Kobra in Zack Parade 5

Zeichentrickserie[Bearbeiten]

Im Jahr 1997 wurde im französischen Fernsehen eine 26teilige Trickfilmserie unter der Regie von Jean Cubaud ausgestrahlt.[16] Von dieser existiert auch eine englische Sprachfassung unter dem Titel Captain Red Beard.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Rote Korsar, Baba, Dreifuss und Rick dienten als Vorbild für die Piraten in Asterix.

Einzelnachweise / Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Magazin (Pilote) (französisch)
  2. Magazin (Super As) (französisch)
  3. Alben (französisch)
  4. Gesamtausgabe (französisch)
  5. Alben (Bastei)
  6. Magazin (Zack)
  7. Comic Guide: Zack Comic Box
  8. Alben (Carlsen/Ehapa)
  9. Alben (Kult)
  10. Die Originalausgaben in chronologischer Reihenfolge
  11. Zeichnungen: Jijé (Seite 1–8)
  12. Zeichnungen: Christian Gaty (Seite 9–46)
  13. a b Zeichnungen: Patrice Pellerin
  14. Text: Jean-Michel Charlier (Seite 1–21)
  15. Text: Jean Ollivier (Seite 21–46)
  16. Anime Guides: Barbe Rouge

Weblinks[Bearbeiten]