Deutsche Geophysikalische Gesellschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e. V.
(DGG)
Zweck: Mehrung und Verbreitung des geophysikalischen Wissens in Forschung, Lehre und Anwendung
Vorsitz: Michael Weber[1]
Gründungsdatum: 1922
Mitgliederzahl: 1.150[2] (November 2011)
Sitz: Hamburg
Website: http://www.dgg-online.de

Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e. V. (DGG) wurde 1922 in Leipzig auf Veranlassung des Seismologen Emil Wiechert zunächst unter dem Namen Deutsche Seismologische Gesellschaft gegründet. Zu den insgesamt 24 Gründungsmitgliedern zählten unter anderem: Karl Erich Andrée, Gustav Angenheister, Immanuel Friedländer, Beno Gutenberg, Franz Kossmat, Gerhard Krumbach, Karl Mack, Ludger Mintrop, Peter Polis und August Heinrich Sieberg.[3] Die Umbenennung der Gesellschaft erfolgte 1924 auf der Jahrestagung[4] in Innsbruck. Wiechert war auch ihr erster Vorsitzender.

Zu den Zielen der DGG zählt die Erweiterung und Verbreitung geophysikalischen Wissens in Forschung, Lehre und Anwendung. Sie fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit benachbarten Fachgebieten. Außerdem tritt die DGG für eine sachgerechte Information der Öffentlichkeit bei geophysikalischen Themen ein. Die DGG vertritt und unterstützt die Interessen der Geophysik in nationalen und internationalen Gremien und würdigt besondere wissenschaftliche Leistungen durch Auszeichnungen. Die höchste Auszeichnung der DGG ist die Emil-Wiechert-Medaille, die unregelmäßig alle drei bis fünf Jahre für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Geophysik verliehen wird. Weitere Ehrungen sind der Karl-Zoeppritz-Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs, die Walter-Kertz-Medaille für die außerfachliche Förderung der Geophysik sowie die Ernst-von-Rebeur-Paschwitz-Medaille für herausragende wissenschaftliche Leistungen.

Die jährlich stattfindende Tagung der DGG findet üblicherweise im Frühjahr an wechselnden Orten statt. Diese sind in der Regel Standorte geophysikalischer Institute. Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft hat zurzeit etwa 1.150 Mitglieder.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alexander Rudloff: Potsdamer ist neuer Präsident der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft Pressemitteilung Deutsche Geophysikalische Gesellschaft vom 26. März 2015 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 26. März 2015.
  2. a b Mitteilungen der DeutschenGeophysikalischen Gesellschaft, Nr. 3/2011; ISSN 0934-6554
  3. Zur Stunde Null unserer Gesellschaft (PDF; 2,8 MB). S. 31–34.
  4. Jahrestagungen

Weblinks[Bearbeiten]