DMG interpersonal

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DMG interpersonal
Logo
Typ Eingetragener Verein u. Stiftung
Gründer Hans und Pauline Beck
Gründung 12. August 1951
Sitz Sinsheim, Deutschland
Personen

Detlef Blöcher (1. Vors.)

Aktionsraum weltweit
Schwerpunkt Christliches Hilfswerk mit 400 Mitarbeitern in 78 Ländern
Methode Kirchliche u. soziale Projekte, Nothilfe, Landwirtschaftliche Entwicklung, Aidsprävention, Ausbildung, Medizinische Arbeit, Hilfe für Straßenkinder usw.
Motto Damit Menschen Gott begegnen
Website www.DMGint.de
Altes Logo

Die christlich-evangelikale[1] Organisation DMG interpersonal mit Sitz auf dem Buchenauerhof bei Sinsheim-Weiler ist eines der größten evangelischen Missions- und Hilfswerke in Deutschland.[2][3] Ihre Rechtsform ist die eines gemeinnützigen eingetragenen Vereins. Direktor und erster Vorsitzender ist Detlef Blöcher.[4][5]

Hauptgebäude des Buchenauerhofes, Sitz der DMG interpersonal

Ziele[Bearbeiten]

Die DMG ermöglicht jungen Leuten sowie christlichen Fachkräften und Theologen einen kulturüberschreitenden Einsatz als Missionar im Rahmen von mehr als 100 internationalen Partnerorganisationen[6] und Kirchen in 78 Ländern rund um die Welt.[7] Dazu bietet sie ein Kurzeinsatz-Programm (6–24 Monate) für junge Leute ab 18 an,[8] mittelfristige Einsätze (zwei bis vier Jahre), langfristige Einsätze (ab zwei Jahre)[9] sowie ein »50plus-Programm«, das älteren Christen ermöglicht, Menschen in anderen Ländern mit ihrer Erfahrung und ihren beruflichen Kenntnissen zu helfen.[10]

Die Mitarbeiter wollen das Evangelium in Wort und Tat leben, Not lindern, Menschen ganzheitlich helfen, zur Verbreitung der Bibel und zum Aufbau christlicher Gemeinden in den Einsatzländern auf vier Kontinenten beitragen. Dies geschieht in enger Partnerschaft und Zusammenarbeit mit den Menschen, Kirchen[11] und christlichen Organisationen vor Ort.

Arbeitsgebiete[Bearbeiten]

Rund 350 DMG-Mitarbeiter rund um den Globus sind tätig[12] in den Bereichen: „Aufbau christlicher Gemeinden, Pionierarbeit, Theologischer Lehrdienst, Kinder-, Jugend- und Studentenmission, Nothilfe,[13] Hungerhilfe, Sprachforschung, Bibelübersetzung, Literaturherstellung, Evangelisation, Radiomission, medizinischer Dienst,[14] landwirtschaftliche Entwicklungshilfe, Flugdienst, Aids- und Hygiene-Beratung, Hilfe für Straßenkinder, Ausbildung von Lehrern, Pflegepersonal, Erziehern usw.“[7][15]

Geschichte[Bearbeiten]

1951 in Beatenberg (Schweiz) als „Deutsche Missionsgemeinschaft, Verein für Wohltätigkeit e. V.“ (DMG) gegründet, hatte die Organisation ihre erste Heimatzentrale in einer kleinen Dachwohnung in Stuttgart-Korntal. Als erster Auslandsmitarbeiter wurde Helmut Gaertner 1953 nach Spanien entsandt, wo er christliche Radiosendungen produzierte. Gaertner war später an der Gründung des ERF in Deutschland beteiligt. Bereits in den 1960er-Jahren hatte die DMG rund 100 Mitarbeiter weltweit im Einsatz. 1971 zog das christliche Hilfswerk auf den Buchenauerhof nach Sinsheim um. Heute sind rund 400 Mitarbeiter in verschiedenen Projekten auf der ganzen Welt beschäftigt. Mit der Zeit baute die DMG ein Netz von Partnerschaften zu mehr als 100 Kirchen und Nonprofit-Organisationen in aller Welt auf, in deren Projekte und Aufgabenbereiche sie Christen mit einer sendenden Gemeinde in Deutschland als Mitarbeiter vermittelt. Im Januar 2014 wurde die DMG umbenannt in DMG interpersonal Das neue Logo wurde mit dem Slogan „Damit Menschen Gott begegnen“ kombiniert.[16]

Weltweite Zusammenarbeit[Bearbeiten]

In Zusammenarbeit mit 102 einheimischen Kirchen und internationalen Partnerorganisationen und Hilfswerken[17] arbeiten die Mitarbeiter der DMG in folgenden Ländern und Erdteilen:[18]

  • Europa: Irland, Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Schweiz, Österreich, Deutschland, Tschechien, Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Polen, Litauen, Russland und der Ukraine.
  • Asien:[19] GUS, Zentralasien, Ostasien, Taiwan, Indonesien, Papua-Neuguinea, Philippinen, Thailand, Südostasien, Japan, Pakistan und im Orient.
  • Afrika: Nordafrika, Tschad, Niger, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana, Benin, Äthiopien, Kongo, Uganda, Kenia, Tansania, Malawi,[20] Sambia, Simbabwe, Mosambik, Madagaskar, Botswana, Angola und Südafrika.
  • Amerika: Kanada, USA, Mexiko, Haiti, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Ecuador, Peru, Brasilien, Argentinien und Chile.

Darüber hinaus sind derzeit jährlich circa 50 Kurzzeitmitarbeiter über die DMG rund um die Welt im Einsatz.

Die Mitarbeiter der DMG kommen aus evangelischen Landes- und Freikirchen sowie unterschiedlichen christlichen Gemeinschaften aus rund 20 Ländern, die meisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese christlichen Gemeinden entsenden ihre Mitarbeiter in andere Kulturen (ideell), arbeitsrechtlich gehören die Mitarbeiter zur DMG.

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Die DMG ist Mitglied im netzwerk-m[21] und der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM). Sie bekennt sich zu den Leitideen der Evangelischen Allianz.[22] Dies bindet sie in theologischer Hinsicht und bei den Grundsätzen über die Verwendung von Spendenmitteln. Im Detail bedeutet das unter anderem: „Spendenmittel werden so verwendet, dass die satzungsgemäßen Zwecke unter Beachtung von wirtschaftlichen Gesichtspunkten bei größtmöglicher Wirksamkeit und Sparsamkeit erreicht werden. Die Spendenwerbung muss wahr, eindeutig und sachlich sein. Sie hat die Würde des Menschen zu wahren. Allgemein und speziell zweckbestimmte Spenden sind entsprechend der satzungsmäßigen und tatsächlichen Bestimmung zu verwenden. Zur Spendenwerbung werden keine Spender- und Freundeskreisadressen gekauft, verkauft, gemietet, vermietet oder getauscht.“[23]

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Die 2009 verstorbene DMG-Missionsärztin Ursula Schmitz, die 20 Jahre im Christlichen Krankenhaus Tank in Nordost-Pakistan tätig war, erhielt 2010 postum den höchsten Verdienstorden der Republik Pakistan.[25]

Publikationen der DMG[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.idea.de/nc/nachrichten/detailartikel/artikel/riesiger-personalbedarf-bei-evangelikalen-missionswerken.html
  2. Das neue Logo der DMG. Abgerufen am 28. Mai 2014.
  3. Laut epd im Abschnitt: „Mission erleben und erlebbar machen“.
  4. Impressum auf www.DMGint.de unter Kontakt.
  5. Beschreibung bei der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen
  6. Internationale Partnerorganisationen
  7. a b Selbstbeschreibung auf www.dmgint.de: Wer wir sind
  8. Vorgestellt hier: http://www.kurzeinsaetze.de
  9. Siehe http://www.dmgint.de/einsaetze.html
  10. Näheres unter: http://www.50plus-Programm.de
  11. Z. B. der Kale-Heywat-Kirche in Äthiopien
  12. Laut Eigenaussage auf dmgint.de.
  13. Beispielsweise nach dem schweren Erdbeben im Januar 2010 in Haiti, Selbstbeschreibung auf www.dmgint.de: Erdbebennothilfe Haiti oder Bericht in der Ärzte Zeitung
  14. Beispielsweise Christliche Klinik Tank, Pakistan, siehe: DMG-Webseite.
  15. Projektliste bei DMG.
  16. Geschichte der DMG. Abgerufen am 28. Mai 2014.
  17. Z. B. Serving in Mission (SIM; PDF; 1,7 MB).
  18. SIM Links that Liberate: Partners in Sending – DMG Germany. Abgerufen am 7. September 2010.
  19. Tätigkeit laut Factum (Version vom 11. Oktober 2007 im Internet Archive) in den 1970er Jahren.
  20. Kurzbeschreibung bei Malawi-Bible.net.
  21. Mitgliedliste (Version vom 28. September 2007 im Internet Archive) des RMJ
  22. Institutionelle Mitgliederliste der Deutschen Evangelischen Allianz.
  23. Deutsche Ev. Allianz – Spendensiegel: Grundsätze für die Verwendung von Spendenmitteln und der Öffentlichkeitsarbeit. Abgerufen am 2. August 2010.
  24. Verdienstkreuz am Bande für Dietrich Schmoll. Staatsministerium Baden-Württemberg, archiviert vom Original am 28. Juni 2010, abgerufen am 28. Juni 2010.
  25. Ev. Nachrichtenagentur idea – Pakistan: Missionsärztin posthum mit höchstem Orden geehrt. Abgerufen am 3. Juli 2010.
  26. Johann-Tobias-Beck-Preis 2010. Abgerufen am 23. Juli 2010 (PDF; 125 kB).
  27. Andreas Hahn bekam die Ehrung für seine Arbeit: Canon Hebraeorum – Canon Ecclesiae. Zur deuterokanonischen Frage im Rahmen der Begründung alttestamentlicher Schriftkanonizität in neuerer römisch-katholischer Dogmatik. Studien zu Theologie und Bibel, Band 2, Berlin, Zürich: LIT-Verlag, 2009. ISBN 978-3-643-90013-5
  28. Download der Zeitschrift als PDF
  29. Beispielsweise Vier Töchter und ein arabischer Prinz