Dimangandecacarbonyl

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Strukturformel
Strukturformel von Dimangandecacarbonyl
Allgemeines
Name Dimangandecacarbonyl
Andere Namen
  • Mangancarbonyl
  • Decacarbonyldimangan
Summenformel C10Mn2O10
CAS-Nummer 10170-69-1
PubChem 517769
Kurzbeschreibung

gelber bis oranger Feststoff[1][2]

Eigenschaften
Molare Masse 389,98 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,75 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

152–154 °C[1]

Löslichkeit
  • löslich in organischen Lösungsmitteln[1]
  • unlöslich in Wasser[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​331
P: 280​‐​304+340​‐​309​‐​310 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 23/25
S: 36​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Dimangandecacarbonyl ist eine chemische Verbindung des Mangans aus der Gruppe der Carbonylkomplexe.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Dimangandecacarbonyl kann durch Druckcarbonylierung von Mangan(II)-Salzen, wie z. B. Mangan(II)-chlorid oder Mangan(II)-acetat gewonnen werden.[2]

\mathrm{2 \  Mn(CH_3CO_2)_2 + 10 \ CO\ \xrightarrow[300 \ bar \ CO]{Al(C_2H_5)_3} Mn_2(CO)_{10}}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Dimangandecacarbonyl ist ein goldgelber lichtempfindlicher Feststoff, der unlöslich in Wasser ist.[1] Er ist löslich in praktisch allen organischen Lösungsmitteln und ist längere Zeit stabil in Luft. Er sublimiert im Hochvakuum bereits bei Raumtemperatur zügig. Seine Lösungen sind luftempfindlich.[2]

Verwendung[Bearbeiten]

Dimangandecacarbonyl ist ein Ausgangsmaterial für Mangancarbonyl-Verbindungen und wird als Katalysator und Antiklopfmittel verwendet.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Datenblatt Decacarbonyldimanganese, C 30.6% bei AlfaAesar, abgerufen am 12. September 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1634.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.