Dinonylnaphthylsulfonsäure

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Strukturformel
Struktur von Dinonylnaphthylsulfonsäure
Stoffgemisch mehrerer isomerer Verbindungen
Allgemeines
Name Dinonylnaphthylsulfonsäure
Andere Namen
  • DINNSA
  • Di(nonyl)naphthylsulfonsäure
Summenformel C28H44O3S
CAS-Nummer 25322-17-2
PubChem 93829
Kurzbeschreibung

dunkel gefärbte, viskose Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 460,7 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Löslichkeit

unlöslich in Wasser[2]

Brechungsindex

1,465 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Leichtentzündlich Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Leicht-
entzündlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(F) (Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 11​‐​38​‐​50/53​‐​65​‐​67
S: 9​‐​16​‐​29​‐​33​‐​60​‐​61Vorlage:S-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​62
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Dinonylnaphthylsulfonsäure ist ein Gemisch mehrerer synthetisch hergestellter, isomerer chemischer Verbindungen. Alle zählen zu den Sulfonsäuren und den polycyclischen aromatische Kohlenwasserstoffen (PAK). Das Gemisch ist ein Antistatikum und wird als Additiv in Schmiermitteln und Kerosin (Jet A-1) eingesetzt.

Darstellung[Bearbeiten]

Dinonylnaphthylsulfonsäure wird aus Naphthalin hergestellt, das zunächst mit Nonen zu Dinonylnaphthalin alkyliert und darauf folgend zum Endprodukt sulfoniert wird.[1]

Verwendung[Bearbeiten]

Dinonylnaphthylsulfonsäure wird – ebenso wie die beiden Erdalkalimetallsalze Barium- und Calciumdinonylnaphthylsulfonat – vielfältig als Zusatz in Schmiermitteln (wie Schmierfett oder Kühlschmiermitteln), Industrielacken und Rostschutzmitteln eingesetzt. Typischerweise werden dabei Anteile von 0,5 bis zu 3 Gewichtsprozenten zugesetzt.[1] Im Flugzeugkerosin Jet A-1 ist es als Leitfähigkeitsverbesserer (Antistatikum) in Mengen von 1–3 mg/l enthalten.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c High Production Volume (HPV) Challenge Program Test Plan and Data Review: Dinonylnaphthalene Category (PDF; 238 kB) der EPA vom Dezember 2004.
  2. a b c Datenblatt Dinonylnaphthalenesulfonic acid solution, 50 wt. % in heptane bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 10. Februar 2012 (PDF).
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 26. April 2011 eingegangenen Antworten der Bundesregierung (PDF; 1,35 MB). Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/5675, 29. April 2011, S. 36.