Discovery (Recht)

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Keine Quellen (Nur eDiscovery) --Itu (Diskussion) 12:30, 3. Mär. 2013 (CET)

Unter der Bezeichnung Discovery sind im US-amerikanischen Recht die Parteien verpflichtet, sich vor trial gegenseitig angeforderte Unterlagen auszuhändigen, sich zur Vernehmung durch die Anwälte der Gegenseite zu stellen und auf schriftliche Fragenkataloge schriftliche Antworten vorzulegen. Dritte, beispielsweise Zeugen, Sachverständige und Gutachter, können mit dem Zwangsmittel der Subpoena zur Mitwirkung bei der Discovery verpflichtet werden. Die Sonderform der Subpoena Duces Tecum verpflichtet die angesprochene Person, den Parteien Unterlagen zu überlassen.

Die wichtige Rolle der discovery zeigt sich darin, dass Kläger auch ohne den Besitz eigener Beweise ihre Ansprüche geltend machen können, wenn sie damit rechnen dürfen, die Beweismittel bei der Gegenseite oder bei Dritten zu finden. Diese Rolle der discovery berechtigt allerdings zur Kritik, weil sie die Streitsucht vor Gericht fördern kann.

Die Vernehmung der Parteien, Zeugen, Gutachter und Sachverständigen heißt deposition. Die schriftliche Befragung erfolgt unter der Bezeichnung interrogatories.

Die deposition ist ein teures Verfahren. Allein die Kosten der Wortprotokollführung betragen pro Vernehmungstag mehr als $1.000. In der Regel ist jede Seite durch zwei Rechtsanwälte pro vernommener Person vertreten. Selten wird die Vernehmung einer Person in nur wenigen Stunden abgeschlossen. Das Verfahren unterwirft die Vernommenen in der Regel einem hohen psychologischen Druck. Die Vernommenen werden stets vereidigt. Das Gericht beteiligt sich nicht aktiv an der Vernehmung, sondern regelt nur eventuelle Einsprüche der Anwälte.

Die discovery wird vor dem Beginn des trial, dem Vortrag des gesamten Sachverhaltes samt Beweismitteln und Rechtsvorträgen vor dem Richter oder den Geschworenen, Jury, abgeschlossen. Nach dem Abschluss dieses Verfahrensabschnitts stellen die Parteien üblicherweise Anträge auf den Erlass eines Urteils aufgrund der dann bekannten Rechts- und Faktenlage. Ohne Mitwirkung der Geschworenen kann dann der Richter ein Urteil, das summary judgment, erlassen, wenn die Klage alleine aufgrund der Rechtslage und unbestrittener Fakten entscheidungsreif ist.

Sonderfall eDiscovery[Bearbeiten]

Eine Besonderheit ist die Sicherstellung elektronischer Unterlagen (digitaler Beweisstücke) wie E-Mails oder Chat-Protokolle („eDiscovery“). Eine Herausforderung kann darin bestehen, die Originaldaten in Formate zu konvertieren, die sie unabhängig machen von den ursprünglichen Geräten oder Software.

Weblinks[Bearbeiten]