Diskeeper

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Diskeeper ist eine Software zum automatischen Defragmentieren von Festplatten. Sie wurde für VAX-Minirechner mit VMS-Betriebssystemen entwickelt und kam später für Microsoft Windows auf den Markt. Es ist ein Produkt der Condusiv Technologies (früher Diskeeper Corporation davor Executive Software).

Das in die Betriebssysteme Windows 2000, 2003 und XP integrierte Defragmentierungstool Defrag ist eine abgespeckte Version von „Diskeeper“, die nicht alle Funktionen der Vollversion bietet.[1]

Die im November 2009 herausgegebene Version Diskeeper 2010 soll nicht nur defragmentieren, sondern die Entstehung von Fragmentierung aktiv reduzieren.[2]

Im Jahr 2000 sollte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) untersuchen, ob Diskeeper zur Datenspionage genutzt werden könnte, da die Diskeeper Corporation enge Kontakte zur Scientology-Sekte besitzt.[3][4] Nachdem Microsoft eine Anleitung veröffentlicht hatte, um den Einsatz von Windows 2000 ohne Diskeeper zu ermöglichen, wurde die Überprüfung des Quellcodes vom Bundesministerium des Innern für nicht mehr erforderlich gehalten.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fremdanbieter-Defragmentierungsprogramme für Windows Server 2003, Windows XP und Windows 2000. Microsoft, abgerufen am 17. Mai 2015 (Beim Windows Defragmentierungsprogramm handelt es sich um eine abgespeckte Version des Programms „Diskeeper“ von Diskeeper Corporation. Das Defragmentierungsprogramm enthält nicht alle Funktionen, die in der Vollversion von Diskeeper zur Verfügung stehen).
  2. Diskeeper 2010 vermeidet Fragmentierung von Anfang an. Abgerufen am 17. Mai 2015.
  3. Spioniert Diskeeper Anwender aus? 7. Juni 2000, abgerufen am 17. Mai 2015 (Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) überprüft eine umstrittene Komponente von Windows 2000 auf mögliche Gefahren für die Datensicherheit. So steht der Defragmentierer Diskeeper im Ruf, Anwenderdaten auszuspionieren.).
  4. German Scientology News. cisar.org, 7. Juni 2000, abgerufen am 17. Mai 2015 (The Free State of Bavaria will not install the Windows 2000 operating system from Microsoft until the controversial Scientology Organization’s involvement with the software has been reviewed.).
  5. Windows 2000 und Scientology. Leibniz-Rechenzentrum der Bayerische Akademie der Wissenschaften, Februar 2001, abgerufen am 17. Mai 2015 (Mittlerweile haben wir folgende Stellungnahme des Bayerischen Staatsministeriums des Innern erhalten:Das BMI hat hierzu nunmehr mitgeteilt, dass die zwischenzeitliche Entwicklung, nach der die Fa. Microsoft bereit ist, zukünftig den Einsatz ihrer Betriebssysteme ohne das Defragmentierungsprogramm Diskeeper zu ermöglichen, eine Prüfung durch das BSI gegenstandslos macht. Vor diesem Hintergrund haben das BMI und Microsoft entschieden, dass eine offizielle Prüfung des Quellcodes der Diskeeper Software nicht mehr notwendig ist).

Weblinks[Bearbeiten]