Doll by Doll

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Doll by Doll war eine aus London stammende Rock-Band, die 1975 von Jackie Leven gegründet wurde. Sie erlangte Bekanntheit während der New-Wave-Ära, wurde jedoch größtenteils von den Medien zu dieser Zeit ignoriert, weil ihre emotionale, psyschedelisch-angehauchte Musik als nicht mehr zeitgemäß im Vergleich zur Musik anderer Bands angesehen wurde.[1]

Die Originalbesetzung bestand aus Jackie Leven (Gesang und Gitarre), Jo Shaw (Gesang und Gitarre), Robin Spreafico (Gesang und Bass) und David Macintosh (Gesang und Schlagzeug).[1] Zusammen nahmen sie das Studioalbum Remember auf, noch bevor Spreafico durch Tony Waite (1958–2003) ersetzt wurde. In dieser Konstellation veröffentlichten sie ihre Alben Gypsy Blood (produziert von John Sinclair) und das gleichnamige dritte Album, Doll By Doll, bevor die Band sich auflöste. Von der konservativen britischen Tageszeitung The Daily Telegraph wird die Gruppe als 'Verlorenes Meisterwerk' bezeichnet, da sie schnell in Vergessenheit geriet.[2]

Zum Zeitpunkt ihrer letzten LP Grand Passion war nur noch Leven von der Originalbesetzung übrig, damals in Begleitung von Helen Turner (Gesang und Keyboards), als auch Tom Norden (Gesang, Gitarre und Bass) mit einer Reihe von Gast-Musikern, inklusive David Gilmour von Pink Floyd. Mark Fletcher (Bass) und Chris Clarke (Schlagzeug) spielten live mit der Gruppe. Doll By Doll fiel letztendlich im Jahr 1983 auseinander, dennoch veröffentlichten Leven, Shaw und Macintosh, als auch Ex-Sex Pistol Glen Matlock die Single Big Tears unter dem Namen "Concrete Bulletproof Invisible" im Jahr 1988. Leven wurde erfolgreicher Solo-Künstler und veröffentlichte eine Reihe von Alben, die sich eher mit Folk auseinandersetzten.[3]

Im Jahr 2005 wurde eine Liveaufnahme der ursprünglichen Besetzung veröffentlicht. Revenge of Memory zeichnet sich dadurch aus, dass alle bis auf einen Song des Albums Remember enthalten sind und wurde 1977 im Sheffield Limits Club aufgezeichnet [4].

Die vier Doll-by-Doll-Studioalben wurden alle im März 2007 zum ersten Mal auf CD von WEA/Rhino veröffentlicht.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Remember (Automatik, 1979)
  • Gypsy Blood (Automatik, 1979)
  • Doll By Doll (Magnet, 1980)
  • Grand Passion (Magnet, 1982)
  • Revenge of Memory (Live aus dem The Sheffield Limits Club, 1977) (Haunted Valley, 2005)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Kris Needs: Doll By Doll: Night Of The Psychotic Woodsmen auf Traxmarx.com (Abgerufen am 3. Oktober 2011)
  2. Neil McCormick: British rock's lost masterpiece auf The Telegraph 12. April 2007 (Abgerufen am 3. Oktober 2011)
  3. Ross McGibbon: “I think our problems are problems of living in a monotheistic society and having a lack of gods and goddesses to which to refer. People do refer to those old deities all the time, whether or not they realise it.” auf vanguard online (Abgerufen am 3. Oktober 2011)
  4. Simon Rueben: Review von Revenge of Memory auf themusicfix.co.uk (Abgerufen am 3. Oktober 2011)