Donald R. Cressey

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Donald Ray Cressey (* 27. April 1919; † 21. Juli 1987 in Solvang, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Soziologe und Kriminologe. Er gilt als Pionier der Erforschung von Wirtschaftskriminalität und von organisierter Kriminalität.

Cressey studierte an der Iowa State University und an der Indiana University, wo er 1950 zum Ph.D. promoviert wurde. Er lehrte als Soziologie-Professor an der University of California in Santa Barbara.

Cressey entwickelt das Betrugs-Dreieck (Fraud Triangle), das noch immer als Frühwarninstrument in Unternehmen angewandt wird. Nach Cresseys Theorie müssen drei Faktoren gemeinsam gegeben sein, damit die Wahrscheinlichkeit doloser Handlungen groß wird:

  1. Gelegenheit: fehlende oder ineffektive Kontrolle, die Kenntnis des Täters von Sicherheitslücken
  2. Motivation: es muss einen Anreiz für die Tat geben, sie muss sich lohnen
  3. Rechtfertigung: der Täter muss die Tat nachträglich vor sich selbst rechtfertigen können.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Theft of the Nation: The Structure and Operations of Organized Crime in America (1969)
  • Organized Crime and Inner-City Youth (1970)
  • Criminal Organization: Its Elementary Forms (1972)
  • Other People's Money: A Study in the Social Psychology of Embezzlement. (1973).

Literatur[Bearbeiten]

  • Louis H. Orzack: Cressey, Donald R., in: Wilhelm Bernsdorf/Horst Knospe (Hgg.): Internationales Soziologenlexikon, Bd. 2, Enke, Stuttgart ²1984, S. 153 f.

Weblinks[Bearbeiten]