Duitama

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Kathedrale von Duitama

Duitama ist eine Stadt im kolumbianischen Department Boyacá. Bei der Volkszählung im Jahr 2005 hatte die Stadt 105.412 Einwohner.[1] Nach Tunja und Sogamoso ist sie damit die drittgrößte Stadt des Departments.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Páramo de La Rusia

Duitama hat eine Ausdehnung von 190 km² und liegt auf 2590 m in der östlichen Kordillere der Anden. Die Stadt liegt circa 240 Kilometer nordöstlich von Bogotá. Nach Süden wird das Gebiet der Stadt durch den Río Chicamocha begrenzt, nach Osten durch den Río Surba. In ihr Verwaltungsgebiet fallen unter anderem auch die Páramos Pan de Azúcar und La Rusia, die eine Höhe von 3800 Metern erreichen.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige Stadt ist ursprünglich nach dem Kaziken Tundama benannt. Im Laufe der Zeit wandelte sich der Name zu Duitama. Der ursprüngliche Name bezeichnet noch heute die Provinz, in der Duitama liegt. Beim Kampf der Konquistadoren gegen den widerspenstigen Tundama im Jahre 1539 wurde die indigene Muisca-Bevölkerung stark dezimiert. Die danach brachliegenden, fruchtbaren Flächen wurden umgehend von den spanischen Eroberern bestellt. Diese waren es auch, die die Siedlung urbanisierten. Im Jahr 1556 kamen die ersten Missionare des Dominikanerordens in den Ort und machten ihn zum Ausbildungszentrum, bis die Ortschaft 1775 zur Kirchengemeinde erhoben wurde. Am 27. September 1819 wurde der Ort, auf Geheiß Simon Bolivars, zur Stadt erhoben.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war die Wirtschaft hauptsächlich landwirtschaftlich ausgerichtet. Mit der Fertigstellung der Eisenbahn und der Landstraße nach Bogotá verschob sich das Gewicht zum industriellen Sektor. Heute finden sich unter anderem die Getränkehersteller Postobon und Coca Cola im Ort.[4]

Flagge[Bearbeiten]

Flagge Duitamas

Die dreistreifige Flagge Duitamas wurde im Jahre 1961 durch das Acuerdo Municipal 022 festgelegt. Der grüne Streifen soll die Hingabe der Menschen im Kampf für ihre Freiheit sowie die landwirtschaftlich günstige Lage repräsentieren. Das schwarze Band soll an die von den Spaniern während der Eroberung unterdrückten und versklavten Indigenen erinnern. Zu guter Letzt steht Rot für die Unerschrockenheit und die Heldentaten der Indigenen im Krieg.[3]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zählung des DANE 2005 für Duitama (PDF; 44 kB)
  2. Zählung des DANE 2005 für Alle Gemeinden Boyacás
  3. a b Offizielle Seite der Stadt (spanisch)
  4. a b Offizielle Seite des Concejo Municipal de Duitama

5.833333-73.016667Koordinaten: 5° 50′ N, 73° 1′ W