Dukan-Diät

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Die Dukan-Diät ist eine Diät, die vom französischen Ernährungsmediziner Pierre Dukan in den späten 1970er Jahren entwickelt worden ist. Der Diätansatz basiert auf einer proteinreichen Ernährung und steht im Gegensatz zu anderen Diätformen, die eher eine kalorienarme Ernährung mit kleineren Portionen empfehlen. Historisch betrachtet, reiht sich die Duakn-Diät unter die sog. Low-Carb-Diäten ein, die seit Mitte der 1990er Jahre einen Aufschwung erlebten. Bei einer solchen ketogenen Diät geht es in erster Linie darum, Kohlenhydrate so weit wie möglich zu vermeiden. Darüber publizierte 1874 der Engländer William Banting sein Buch "Letter on Corpulance". Manche Low-Carb-Diäten, wie z.B. die "Scarsdale-Diät" (1978), verbinden mit der empfohlenen Reduktion der Kohlenhydrate auch eine Hungerdiät von weniger als 1000 Kalorien pro Tag. Bei der Ducan-Diät hingegen müssen keine Kalorien gezählt werden, jedoch basiert sie neben dem weitestgehenden Verzicht auf Kohlenhydrate (Reis, Kartoffeln, Alkohol, Zucker usw.) auch auf einer dezidierten Einschränkung der Fettzufuhr zugunsten von tierischem oder pflanzlichem Eiweiss. Während manche die Low-Carb-Diäten grundsätzlich für "nicht bedenklicher als andere" Diäten halten, gehört sie laut der Britischen Gesellschaft für Ernährung zu den schlimmste Diäten; Pierre Ducan habe 2014 seine Zulassung als Arzt verloren. [1]

Die Dukan-Diät besteht aus vier Phasen. Je nach Phase werden 72 proteinhaltige Lebensmittel sowie 28 Gemüsesorten in unbegrenzter Menge miteinander kombiniert. Das Zählen von Kalorien entfällt bei dieser Methode vollständig. Dies ist vor allem bei Personen hilfreich, die unter Adipositas leiden, da diese gewohnt sind, eher große Mengen an Nahrung zu sich zu nehmen.

Die 4 Phasen[Bearbeiten]

  1. Die Angriffsphase dauert ca. 1–10 Tage. In dieser Phase sind ausschließlich 72 Arten magerer, proteinreicher Lebensmittel erlaubt. Dies ermöglicht eine rasche Gewichtsreduzierung, ohne dass dabei die Muskelmasse vermindert wird. Zudem werden 1 ½ Esslöffel Haferkleie pro Tag vorgeschrieben.
  2. In der Aufbauphase sind die 72 proteinreichen Lebensmittel sowie 28 Gemüsesorten im Wechsel erlaubt. Die tägliche Haferkleiemenge wird auf zwei Esslöffel erhöht.
  3. In der Stabilisierungsphase soll der sogenannte Jo-Jo-Effekt verhindert werden. Nun gibt es 2 ½ Esslöffel Haferkleie pro Tag. In dieser Phase sind folgende Lebensmittel zusätzlich zu den 100 bereits bekannten erlaubt:
    • 2 Scheiben Vollkornbrot
    • 40 g Hartkäse
    • ein Stück Obst (unter einem Stück werden etwa ein Apfel oder eine Scheibe Melone oder eine Schale mit Beeren verstanden)
  4. In der dauerhaften Erhaltungsphase sind wieder alle Lebensmittel erlaubt. Allerdings sollte sich im besten Fall in den vorangegangenen Phasen der Diät eine neue Einstellung zum Essen entwickelt haben, die das Halten des erreichten Gewichts garantiert. Zusätzlich wird an einem Tag der Woche ein strenger Proteintag empfohlen, der das Gewicht langfristig stabilisieren soll.

Risiken[Bearbeiten]

Durch die vermehrte Aufnahme von Proteinen kann die Diät für Personen mit schwachen Nieren gefährlich werden. Außerdem ist sie nicht empfehlenswert für Schwangere, für stillende Mütter, bei Diabetes I und II sowie bei Herzproblemen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Pierre Dukan: Die Dukan Diät: Das Schlankheitsgeheimnis der Franzosen. 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reto U. Schneider, "Alles schon dagewesen" in NZZ Folio Nr. 273, April 2014 (Beilage "Neue Zürcher Zeitung"), S. 44
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