Indigokarmin

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Strukturformel
Struktur von Indigokarmin
Allgemeines
Name Indigokarmin
Andere Namen
  • Indigocarmin
  • Indigotin I
  • Indigotin-5,5′-disulfonsäure Dinatriumsalz
  • Acid Blue 74
  • E 132
  • C.I. 73015
Summenformel C16H8N2Na2O8S2
CAS-Nummer 860-22-0
PubChem 5284351
Kurzbeschreibung

dunkelblaues Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 466,36 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser (10 g·l−1) und Ethanol (1 g·l−1)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [2]
Toxikologische Daten

2000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

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Indigokarmin, auch Indigotin I, ist ein wasserlöslicher, blauer Indigo-Farbstoff.

Chemische Eigenschaften[Bearbeiten]

Indigotin ist wasserlöslich (10 g/l bei 25 °C, mit einem pH von ca. 5,3). Das UV/VIS-Absorptionsspektrum zeigt ein Maximum in Wasser bei 608–612 nm.

Verwendung[Bearbeiten]

Indigokarmin

Es wird als pH-Indikator verwendet. Oberhalb von einem pH-Wert von 13 ist es gelb, unterhalb von 11,4 blau. Weiterhin wird es als Redox-Indikator verwendet, der sich bei einer Reaktion gelb verfärbt. Er wird auch zum Anzeigen von gelöstem Ozon eingesetzt. Dabei wird seine Umwandlung in Isatin-5-Sulfonsäure genutzt, die jedoch auch mit Hyperoxiden eintritt. Indigotin wird zur Färbung von alkoholfreien Getränken, Likör, Süßwaren, Speiseeis, Teigwaren und Dragees verwendet. Es ist als Lebensmittelzusatzstoff E 132 zugelassen und wird als blauer Lebensmittelfarbstoff oder in Kombination mit gelben Farbstoffen wie zum Beispiel Chinolingelb (E­104) zur Grünfärbung (siehe Grünlack) verwendet. Wässrige Indikarmin-Lösungen verblassen insbesondere unter Lichteinfluss. Indigokarmin reagiert sehr empfindlich auf Licht und Oxidanzien.

Medizinisch wurde es früher zur Nierenfunktionsprüfung eingesetzt.

Indigotin gilt als unbedenklich, in längeren Fütterungsstudien haben sich jedoch Hinweise ergeben, dass in Anwesenheit von Nitrit aus anderen Lebensmitteln Nitrosamine entstehen können.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Indigocarmin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 4. März 2014.
  2. a b c Datenblatt Indigokarmin bei AlfaAesar, abgerufen am 14. April 2010 (JavaScript erforderlich).