Eberhard Jabach

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Eberhard Jabach
Gemälde von Hyazinth Rigaud (1659–1743)

Eberhard Jabach (auch Everhard IV. Jabach, * 1618 in Köln[1]; † 6. März 1695 in Paris[2]) war ein deutscher Finanzmann und Unternehmer.

Leben[Bearbeiten]

Jabach lebte seit 1638 in Paris und war der erste Direktor der französischen Ostindischen Compagnie. Er war Kunstliebhaber. Als er in finanzielle Schwierigkeiten geriet, war er 1671 gezwungen seine Sammlungen an Ludwig XIV. zu verkaufen. Aus seiner Sammlung entstammen etliche Kunstwerke des Louvre-Museums. Darunter auch 5227 Blätter mit Zeichnungen von Michelangelo, Raffael und anderen Künstlern der italienischen Renaissance sowie Albrecht Dürer, Hans Holbein dem Jüngeren, Cranach sowie dem im 17. Jahrhundert verschollenen Grünewald.

Gedenken[Bearbeiten]

Zum Gedenken an den kölnischen Sammler hat die Stadt Köln 1966 die Jabach-Medaille gestiftet. Sie wird in unregelmäßigen Abständen an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die Kölner Museen außerordentliche Verdienste erworben haben.[3]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Abdruck des Totenzettels im Buch von Ursula Voss, Everhard der Vierte Jabach, ein Kölner Sammlerfürst im Ancien Régime, Nachrichtenamt der Stadt Köln, 1979. Scan
  2.  Ursula Voss: Everhard der Vierte Jabach, ein Kölner Sammlerfürst im Ancien Régime. In: Kölner Biographien. 12, Nachrichtenamt der Stadt Köln, 1979.
  3. Stefan Palm: Stadt Köln verleiht Jabach-Medaille an Corboud und von Rautenstrauch. Die beiden Persönlichkeiten haben sich um die Kölner Museen verdient gemacht. Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 10. Dezember 2012, abgerufen am 11. Dezember 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Everhard Jabach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien