Ecopop

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Ecopop (Kofferwort für Écologie et Population, Vereinigung Umwelt und Bevölkerung) ist eine schweizerische Umweltschutzorganisation und befasst sich seit 1970 mit der Belastung der natürlichen Lebensgrundlagen durch eine immer grössere Anzahl von Menschen. Ecopop ist ein politisch und konfessionell unabhängiger Verein mit Sitz in Effingen. Ecopop ist Mitglied der European Population Alliance.[1]

Ziele[Bearbeiten]

Das Kernanliegen von Ecopop ist der Erhalt der Lebensgrundlagen für Mensch und Natur. Die Ziele anderer Umweltorganisationen zur Reduktion der Umweltbelastung pro Kopf werden auch von Ecopop geteilt. Zusätzlich ist für Ecopop die Berücksichtigung der Bevölkerungszahl ein wichtiger Faktor. Es geht dabei um die Belastung der Erde durch die Menschheit, unabhängig von Staatenzugehörigkeit oder Religion.

Eidgenössische Volksinitiative[Bearbeiten]

Ecopop reichte am 2. November 2012 die eidgenössische Volksinitiative «Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen» bei der Bundeskanzlei ein. Die beiden Forderung der Volksinitiative waren:[2]

  1. Beschränkung der jährlichen Nettozuwanderung in der Schweiz auf durchschnittlich 0,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung
  2. Mindestens zehn Prozent der staatlichen DEZA-Mittel müssen in Massnahmen zur Förderung der freiwilligen Familienplanung investiert werden

Die Initiative kam am 30. November 2014 zur Abstimmung, wo sie mit 74.1% Nein-Stimmen deutlich abgelehnt wurde. Kein einziger Kanton nahm die Initiative an, die Stimmbeteiligung belief sich auf rund 49.4%.[3]

Im Laufe des Abstimmungskampfes sahen sich die Initianten Vorwürfen des Ökofaschismus ausgesetzt. Dieser Vorwurf wurde unter anderem von EDA-Staatssekretär Yves Rossier anlässlich einer CVP-Veranstaltung vom 11. Januar 2013[4] erhoben. Nach einer Klagedrohung entschuldigte sich Rossier allerdings für diesen Vorwurf. Der Vorstand von Ecopop liess verlauten, dass Ecopop sich von jeder Form von Faschismus und Rechtsextremismus distanziere und solchen Vorwürfen konsequent mit Strafklagen begegnen würde.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. European Population Alliance
  2. Initiativtext auf Website der Ecopop, abgerufen am 5. Oktober 2014
  3. Vorläufige amtliche Endergebnisse auf admin.ch, abgerufen am 30. November 2014
  4. Chefdiplomat bezeichnet Ecopop-Initianten als Ökofaschisten. In: Tagesanzeiger. 13. Januar 2013, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  5. NZZ vom 22. Januar 2013: "Staatssekretär entschuldigt sich für Faschismusvergleich"