Edith Düsing

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Edith Düsing (* 11. September 1951 in Erlangen) ist eine deutsche Philosophin mit Lehraufträgen an verschiedenen Hochschulen. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Philosophie der Aufklärung und des Idealismus. Düsing gilt als Kennerin von Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Nietzsche und Søren Kierkegaard.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Philosophicum (1973) und ihrer Promotion (Prädikat: opus eximium) zum Doktor der Philosophie im Jahre 1977 folgte 1984 die Habilitation im Grenzgebiet Pädagogik – Philosophie an der Universität zu Köln. Mehrfache Gastprofessuren und Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Köln, Dortmund, Marburg, Mannheim, Duisburg und Siegen schlossen sich an. An der Gustav-Siewerth-Akademie Weilheim-Bierbronnen hatte Düsing von 1990 bis 2003 eine Professur inne. Seit 2003 ist sie Dozentin für Philosophie- und Geistesgeschichte an der Freien Theologischen Hochschule Gießen. Von 1989 bis 1994 war sie im Vorstand der Internationalen Johann-Gottlieb-Fichte-Gesellschaft.[1]

Kritik[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2009 unterschrieb Düsing die Marburger Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“. Daraufhin wurde sie zum Objekt von Protestaktionen durch Lesben- und Schwulengruppen und den AStA der Universität zu Köln.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Nietzsches Denkweg: Theologie - Darwinismus - Nihilismus. Fink, Paderborn u. München 2006, ISBN 3-7705-4254-1.
  • Gott als Horizont oder Grund des Ich? Von Kants praktischer Metaphysik zu Fichtes Metaphysik des Einen Seins. In: Norbert Fischer (Hrsg.): Kants Metaphysik und Religionsphilosophie. Meiner, Hamburg 2004, ISBN 3-7873-1662-0, S. 433–491 (Kant-Forschungen; 15).
  • Intersubjektivität und Selbstbewusstsein: Behavioristische, phänomenologische und idealistische Begründungstheorien bei Mead, Schütz, Fichte und Hegel. Dinter, Köln 1986, ISBN 3-924794-04-9.
  • mit Horst W. Beck: Menschenwürde und Emanzipation: Entfremdung und Konzepte ihrer Aufhebung. Hänssler, Neuhausen-Stuttgart 1981, ISBN 3-7751-0561-1.
  • Die Problematik des Ichbegriffs in der Grundlegung der Bildungstheorie: Aspekte der Konstitution von personaler Identität bei Dilthey, Nietzsche und Hegel. Diss., Köln 1977.
als Herausgeberin
  • mit Hans-Dieter Klein (Hrsg.): Geist, Eros und Agape: Untersuchungen zu Liebesdarstellungen in Philosophie, Religion und Kunst. Königshausen & Neumann, Würzburg 2009, ISBN 978-3-8260-3923-2.
  • mit Hans-Dieter Klein und Werner Neuer (Hrsg.): Geist und Heiliger Geist: Philosophische und theologische Modelle von Paulus und Johannes bis Barth und Balthasar. Königshausen & Neumann, Würzburg 2009, ISBN 978-3-8260-3924-9.
  • mit Hans-Dieter Klein (Hrsg.): Geist und Literatur: Modelle in der Weltliteratur von Shakespeare bis Celan. Königshausen & Neumann, Würzburg 2008, ISBN 3-8260-3790-1.
  • mit Hans-Dieter Klein (Hrsg.): Geist und Psyche: Klassische Modelle von Platon bis Freud und Damasio. Königshausen & Neumann, Würzburg 2008, ISBN 978-3-8260-3818-1.
  • mit Hans-Dieter Klein (Hrsg.): Geist als Ursache? Mentale Verursachung im interdisziplinären Diskurs. Königshausen & Neumann, Würzburg 2008, ISBN 978-3-8260-3806-8.
  • mit Klaus Düsing und Hans-Dieter Klein (Hrsg.): Geist und Willensfreiheit: Klassische Theorien von der Antike bis zur Moderne. Königshausen & Neumann, Würzburg, 2006, ISBN 3-8260-3507-0.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siehe Institut für Ethik und Werte (Gießen) (PDF; 66 kB), Internetauftritt an der FTH und Professorenforum (Gesehen am 6. Mai 2010; PDF; 53 kB)